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tagebuch / diary
| in meinem tagebuch schreibe ich in unregelmässigen abständen über ereignisse, gedanken, träume in meinem leben. |
| my diary reflects my thoughts, dreams and the events of my life. |
| fin'ora non riesco ancora di scrivere il diario internet in italiano, ma farò uno sforzo qualche volta! |
| c'est difficile pour moi ecrire mon journal internet en francais mais je
veux essayer quelche fois! |
am 11.2. ist ute schiran in hamburg, genaueres auf ihrer website
die hypokunsthalle in muenchen zeigt ab demnaechst georgia o'keeffes bilder, wer das gern mit einem besuch im atelier von inea gukema verbinden will (amazons go sixty) soll mir bescheid sagen, dann mach ich gern einen rundgang mit euch. aber nicht am 11.2. da ist eine geschlossene gruppe und das atelier fuer alle anderen nicht auf.
ich verbrenne immer nur ein blatt, ist ja klar, die zeitung muss jahre halten. gestern habe ich die seite vier verbrannt, die fast komplett herrn roesler gewidmet ist. irgendein depp hat ihm gesagt er soll sich mit seiner anti oeko kampagne im anzug auf eine wiese setzen. der merkt nicht mal wenn er verarscht wird...
das feuer hat gelacht.
i always burn one leaf at a time of course, so this paper has to last a few years. hopefully. i burnt page 4 which is almost completely dedicated to philip roesler, don't ask me which minister he is, one of merkel's boygroup. he just started a campaign to turn the fpd his party into an anti ecological party. some idiot told him to pose in a suit on a field. that man never even realizes when he is made a fool. anyway the fire had fun.
schreibt mir eine: in retreat nimmt frau doch keine zeitung mit. aber womit soll ich denn dann mein lichtmessfeuer anmachen? die geister tanzen....
for the english readers the last sentence from yesterday: i feel a bit like jim chee in tony hillerman's thrillers preparing for the healing way.
a woman wrote to me: why would a woman take a paper with her to retreat. good woman what shall i start my brigid fire with? the spirits dance..
jetzt muss ich doch ein paar worte schreiben:
hab mir vom flughafen „die zeit“ mitgebracht. mei leute, kein wunder dass die printmedien eingehen. dieser obergescheite ton, diese latent frauenfeindliche beschreibung von frauen! und dann auch noch eine interviewerin, die kosslick vorwirft er sei nicht cineastisch genug, ausgerechnet dem mann der fleischgewordenen filmleidenschaft. wahrscheinlich haben sie ihr in der redaktion gesagt: nimm ihn ein bisschen in die zange. ach wie gut ich das kenne. können wir das bringen? spielen die anzeigenkunden da noch mit? was „geht“ noch? manche journalistInnen merken gar nicht, wie sie die schere im kopf im vorauseilenden gehorsam schon den scheiss schreiben, der vermutlich verlangt werden wird. dieser krampf.
da kannst du im internet hundertmal interessantere und unkonventionellere sachen lesen, ohne angst und ganz persönlich geschrieben. ja, aber im internet ist ja nicht alles wahr. ha. ist es in den zeitungen auch nicht. nimm den artikel über beziehungen, da schreibt diese frau, die übrigens wirklich nicht dumm ist, dass im biedermeier die frauen gedichten lauschten, welche frauen denn, gute frau. wo? die feuer der inquisition im rücken, die grausamen missionszüge überall auf der welt noch am hals und vor sich die beginnende industrielle revolution, und gerade wurde die kleinfamilie erfunden, die frauen in familien festzurrte und bis heute gefangen hält - wie gemütlich konnte da noch gedichten gelauscht werden?
und dieses magazinheft über freundschaft - der übliche weisse männliche blickwinkel auf alles. keine schwulen, keine lesben, keine menschen anderer als weisser europäischer kulturen. was ist mit freundschaften zwischen menschen und katzen, steinen, hunden usw ? das will der deutsche leser nicht sehen. frauenfreundschaften – der unzerstörbare klassiker – müssen hier mit einer abstrusen geschichte flach gehalten werden, damit die männer besser dastehen. Und dieser erst auf den zweiten blick benutzerdefinierte blick auf frauen! natürlich dient das auch der spaltung und herabsetzung von frauen. der edle mann und seine edlen freundschaften. haha.herrschaftzeiten.
ich sitze in meinem alten wohnmobil, um mich herum die geräusche des frühlings, die vögel kommen ganz nah, weil sie das klicken der tasten so lieben. ich bin vergnügt – nur weil ich vergnügt bin, bin ich nicht weniger kritisch!. und ich fühle mich ein kleines bisschen wie jim chee in tony hillermans krimis, die ich so liebe, der sich auf den heilgesang vorbereitet.
now i do have to write a few words:
from the airport i brought the german weekly „die zeit“ and was reminded of the pressure i felt while writing for papers and magazines. you have the scissors in your head, what's possible and what not becomes part of your thinking and you already in advance avoid what could cause problems with the editor. You read a thousand times more interesting articles and blogs on the internet., written without fear and with a lot more passion. no wonder the print media is going down. everyone says: yes but there is no editing and most of what's on the net is crap. most of what papers write is crap and not true as well, so what the hell. unfortunately you have to put up with this white male misogynous babbling (at least in most german papers) and an only at second sight emerging user defined view on women. there is this one article i found quite interesting about changing conditions of relationships in a german reality that is now multicultural – wether people like it or not. I started to read this piece with pleasure. then this woman writes about the 18th century where „women listened to poems being read to them“ where would that have been? And which women?!! in the eighteenth century women had the fires of the inquisition in their backs, many of them suffered missionary cruelty and the industrial revolution was ahead. The small family project was going on to tie women up in their little boxes. how cosy could that have been for most of the women worldwide?
the „zeit magazin“ issue: friendship. as defined by white male culture – and of course many women have swallowed it and know better than to offer feminist theories. the old classic – women's friendship – is ridiculed in order to boost men's friendships, white male, of course. what about african, indian, asian ecc friendships. never mind – the ordinary german reader is not interested. what about friendship between humans and rocks or humans and cats ecc. yeah. what about it?
i'm sitting in my camper van surrounded by the wonderful sounds of spring. birds love the clicking of the keys when i write and they come quite close. i feel a little bit
ch ein paar worte:
ihr habts schon bemerkt: pause. rückzug. aaah. vogelgezwitscher, steine. sonne. meine schwester versorgt das mütterlein, ich flacke rum.
you've noticed: i'm in retreat. great time. birds sing, rocks. sun. ilse pampers mum. i can't be bothered to write. |
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