tagebuch / diary

in meinem tagebuch schreibe ich in unregelmässigen abständen über ereignisse, gedanken, träume in meinem leben.

my diary reflects my thoughts, dreams and the events of my life.

fin'ora non riesco ancora di scrivere il diario internet in italiano, ma farò uno sforzo qualche volta!

c'est difficile pour moi ecrire mon journal internet en francais mais je veux essayer quelche fois!

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luisa in bayern - 13.07.2024 um 18:24 Uhr

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nach einem sehr schönen abend bei unseren freunden hans und stephan fing es an zu blitzen und ich dachte wir fahren jetzt besser nach hause. taten wir. war aber nicht so eine gute idee, weil es derart zu gewittern und wettern anfing, alle elemente tobten sich aus, wasser von allen seiten, bäume auf der strasse, ich sah nichts als den mittelstreifen und an dem orientierte ich mich in einer art trance. ilse meinte wir sehen nix, weil die scheibe beschlagen ist und so wars. sie wischte und gleich wars viel besser. wir kamen heil nach hause. keine 20km von unserem heimweg hagelte es derart heftig, dass alles weiss war bis in der früh.  die fahrt erinnerte mich an eine sturmfahrt mit margarethe von trotta, wir setzten mit meinem alten mercedes von der bretagne, wo wir heilige quellen besucht hatten,  nach england über, wo sie am nächsten tag in london einen vortrag halten sollte und volker ihr am telefon grad gesagt hatte, dass er sich von ihr trennt. es schüttete derart stark, dass ich wie durch ein wunder nicht im strassengraben landete.

 

after visiting our friends hans and stephan in their country home last night a strange kind of lightning started and i thought we'd better leave for home. not such a good idea, after a few minutes of driving a storm broke lose, rain pouring down from all sides, lightning, trees falling, i couldn't see a f*ing thing and kept to the white line in the middle of the road in a kind of trance, until ilse said: the front shield  steamed up from the inside, wiped it, and that was much better. about 20 kilometres away from where we were driving there was so much hail coming down that everything was white even until the next morning. it reminded me of a trip with margarethe von trotta. we had visited sacred wells in brittany and in a horrendous wild weather we took the ferry to england and i drove in a ferocious  thunderstorm to london, while volker, her husband, phoned to tell her that he was leaving her. perfect timing - she was to hold a lecture the next day in london. wtf!

 


luisa in bayern - 12.07.2024 um 14:49 Uhr

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mein neues buch ist da - freude!


luisa in gedanken - 12.07.2024 um 08:52 Uhr

in diesem ring für 1 euro steckt 1 wunsch. ich überlege noch

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ca 200 000 jahre alt

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es gibt keine frauenherrschaft

es gibt ja auch keine herrenfrauschaft

frauen sind keine herrscherinnen

männer sind ja auch keine frauerinnen

ich weiss schon: die wissenschaft bemüht sich gerade

das zeitalter der frauen schlecht zu reden

oder überhaupt abzulehnen

so auf die tour: gabs gar nicht

hilft ja nix ihr wissenschaftler*innen

wenn vor 300 000 jahren schon männer dominiert hätten

wären wir heute gar nicht mehr da

in knapp 3000 jahren herr-schaft

haben die herren fast alles kaputt gemacht

kriege geführt

lächerlich eigentlich

dennoch: wegen männerherrschaft

stehen wir am rand der totalen vernichtung

 


luisa in gedanken - 11.07.2024 um 09:04 Uhr

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an meinem 16. geburtstag fuhr ich mit dem zug nach england, als aupair zu einer familie in der nähe von manchester. nie mehr in meinem leben habe ich so viel gearbeitet.  fünf kinder versorgen, kochen, das ganze haus jede woche durchputzen. der älteste sohn (nur ein jahr jünger als ich) half mir englisch zu lernen, weil ich für die schule gar keine zeit hatte. die kinder mochte ich sehr. ich bestand das cambridge proficiency exam und schrieb zwei artikel für den manchester evening star, einen über aupair (frau s. war stinksauer) und einen über das bob dylan konzert in der manchester free trade hall, in dem ich sogar backstage war. herr s. bat mich mit ihm zu segeln und wir segelten im sturm durch die irische see / nie wieder!!  ilse kam nach wales, wo ich mit der familie in einem caravan in ferien war und wir trampten zurück nach bayern. das war toll.

on my 16th birthday i left germany for england where i was aupair with a family near manchester. never again in my life did i work as hard as then, five children, clean the whole house once a week, cook for the family. i liked the children a lot. the oldest son (only one year my junior) helped me learn english because i had no time for evening school, and i even passed the cambridge proficiency exam. i had to join mr.s. on his boat and we sailed in a storm in the irish sea /never again!! and i wrote two articles for the manchester evening star, one about aupair (mrs.s. was livid) and one about bob dylan's concert at the manchester free trade hall, where i even went backstage. ilse came to wales where i spent the family holidays with them in a caravan and we hitchhiked back to germany. that was great.


luisa in sommerstimmung - 10.07.2024 um 07:09 Uhr

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minimalist*in oder sammler*in - du kannst es dir glaube ich nicht aussuchen. wer minimalistisch unterwegs ist, wird die ansammlungn von dingen wahrscheinlich unangenehm finden. ein freund sagte mal: ich brauche die äußere ordnung, weil ich innerlich so chaotisch bin. bei mir ist es genau umgekehrt: ich bin innerlich total klar und sortiert und liebe die dinge um mich herum. ich sammle weibliche kultur und geschichte, steine, bücher, bilder usw usw. und es war auch immer mehr als nur liebe, die dinge die mich inspirieren und begeistern sind auch eine art schutzschicht, ich fühle mich darin geborgen und habe vertrauen in die zukunft, sonst würde ich nichts sammeln. es ist mein universum. das alles nicht ahnend meinte die leiterin der monacensia dass sie alles sammeln, auch dateien und objekte, als aber der archivar bei mir war, hab ich schon gemerkt, dass ihn die schiere fülle etwas überwältigte - und dabei hat er ja noch nicht gesehen, was ich in portugal habe. mir wurde klar: die menschenwelt war derart geprägt und überschwemmt von den ideen, den ergüssen, den sammlungen von männern, dass das potential von frauen kaum angerührt wurde. wenn ich nur denke wieviele wunderbare, inspirierende, gescheite ja brilliante frauen ich kenne, von denen noch niemand gehört hat. ja freilich, mittlerweile stellen "fortschrittliche" männer fest, dass es auch frauen, wunderbar begabte und sogar geniale frauen in der kunst, in der wissenschaft - in der literatur sowieso - gibt, aber ich muss immer ein bisschen lachen, leute: alle die ihr hier auf der welt seid kommt ihr aus dem bauch und zwischen den beinen einer frau hervor. oft genug haben frauen ihre kunst, ihre genialität zurückgefahren, um kinder großzuziehen und ihre männer zu unterstützen.

ach ja, noch was: ein mann kann sich von mir aus wie eine frau fühlen, doch ich habe die freiheit, ihn als mann wahrzunehmen. folge mir also ja nicht aufs klo du mann, der du glaubst allein durch die behauptung "ich bin eine frau" das privileg erworben zu haben, eine frau zu sein. vor fünfzig jahren hätte kaum ein mann eine frau sein wollen, aber jetzt, da klar wird, wie unvorstellbar komplex und wunderbar es ist, eine frau zu sein, kommt es scheints in mode. wer eine frau sein will muss die demütigungen, die qualen der menstruation, der wechseljahre, die ungerechte gesellschaftliche und berufliche behandlung leider mitdenken.

rein biologisch gibts dann noch das phänomen, dass die mitochondrien in frauen genetisch die geschichte der frauen speichern und wiedergeben, in männern bleiben die mitochondrien einfach die sauerstoffspendenden gäste der zellen.

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