Das Auge

tagebuch / diary

in meinem tagebuch schreibe ich in unregelmässigen abständen über ereignisse, gedanken, träume in meinem leben.
my diary reflects my thoughts, dreams and the events of my life.
fin'ora non riesco ancora di scrivere il diario internet in italiano, ma farò uno sforzo qualche volta!
c'est difficile pour moi ecrire mon journal internet en francais mais je veux essayer quelche fois!
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luisa in one world - 11.10.2017 um 10:00:40

 müssiggang ist aller lüste anfang 


 der hund ist immer eine gute idee 


ich grüsse meine yogafreundinnen! gestern war ich hier wieder zum yoga im observatorium, immer wieder wunderbar. doch was mir besonders aufgefallen ist:
dehnen heisst gewöhnen
mit willen oder forcieren geht da gar nichts und jede/r muss wirklich bei sich bleiben. denn schäden merkt man oft erst später. das schlimmste im yoga ist ehrgeiz. yoga? take it easy!
luisa in one magical world - 09.10.2017 um 10:32:39

  


  


  


  


Die sonne fiel ins meer als gäbe es kein morgen
golden atmete das wasser auf
die nacht begann
auf meiner haut in vielen sternen
hell zu leuchten
das meer warf seine pranken auf den sand
gedanken fielen müssig aus dem hirn wie leere hüllen
der tiefe atem hob ein lachen in die luft
und dunkelheit begann sich auszudehnen
spielte mit den farben formen
bis das nichts alles verschlang

wie eine neue haut
hüllte der tiefe dunkle raum
beschützend kühl mich ein
und dann ein schaudern...


the sun fell into the sea
as though there was no tomorrow
a glow of golden breath on waters surface
night began to shimmer on my skin
with many stars
the sea threw its pranks on to the sand
thoughts fell from my brain like empty shells
deep breathing lifted laughter up into the air
darkness began to creep about
and played with colours shapes
until the void swallowed it all

the dark deep space
covered me like new grown skin
protective cool
and then a shiver...




luisa in one magical world - 06.10.2017 um 09:51:10

  


 billige esoterik 


In meiner elektronischen post liegt eine ankündigung vom kulturreferat über eine veranstaltungsreihe „beyond RITUAL“. Anstatt die gleich zu löschen schau ich sie mir genauer an und sehe dass es „mit billiger esoterik nicht das geringste zu tun hat“. Aha. Also kultur oder gar wissenschaft? Die frauen, die das veranstalten, werden „ritualarbeiterinnen“ genannt und ich kann mir vorstellen aus welcher gewerkschaftsecke das kommt. Bloss keine spinnerinnen! Eine der ritualarbeiterinnen ist doro serer. hm. Die hat mich grad angefragt ob ich bei ihrem workshop irgendwie magisch/tänzerisch/schamanisch mitwirken könnte. Zum glück habe ich gleich abgesagt, ich bin nämlich keine ritualarbeiterin und am ende ziehe ich diese kunstaktion noch in den billigen esoterischen schmutz! Es wäre aber vielleicht mal interessant für die veranstaltenden damen zu ergründen wie es kommt, dass alte magische traditionen bei uns nur noch als wissenschaftliche forschung oder als kunst salonfähig sind.
luisa in one dusty world - 05.10.2017 um 10:53:59

  


Das leben am rand der wildnis ist gar nicht so einfach. Man stellt sich das immer so wild und schön vor, romantisch, schamanisch. Doch wildnis, das heisst halt nicht wölfe und bären, das heisst vor allem, wie ich ja schon oft beschrieben habe: ameisen. Ich mache mir einen joghurt mit einem frischen granatapfel vom baum. Ein körnchen fällt auf den küchenboden, ich habs gar nicht gleich bemerkt. Dann schau ich runter: da bewegt sich ein kleiner berg. Hunderte winziger ameisen auf dem weg zu ihrem bau – mit dem granatapfelkörnchen. Nachts plötzlich rumpeln und kratzen – ein marder riecht essensreste. Und dann staub. Überall staub. Es ist so trocken. Es hat ewig nicht geregnet. Die erde atmet nachts tau ein und tagsüber staub aus. Ich hab gehört es gibt sahelstaub in sprühdosen für reiche leute mit geländewagen die noch nie ein gelände gesehen haben. Damit könnte ich reich werden....

life at the edge of wildernis istn't all that easy. You know, wilderness – for most people that's bears and wolves and romantic shamanic ideas. But wilderness isn't about those animals, its mostly about ants. I prepare a yoghurt with fresh pomegranate, a little seed falls to the kitchenfloor, i didn't notice it immediately, then i look down. There is this strange little hill, moving, hundreds of tiny tiny ants on their way to their home with the pomegranate seed. At night suddenly a thumping and scratching – a housmartin smells food. And there is dust. Lots of dust. Its so dry, hasn't rained for a very long time. During the night the earth inhales dew, during the day she exhales dust. I heard about a sahel dust spray for the suv cars of rich people who never saw sahel or anything like it. I could make a fortune with it....
luisa in one magical world - 04.10.2017 um 09:29:25

  


  


Auf dem wochenmarkt/flohmarkt/antiquitätenmarkt in estremoz sass eine bäuerin mit einem besen. Als ich bei ihr vorbei ging sagte sie, ziemlich beiläufig: das ist ein besen der hat macht, er beschützt dich. Und fliegen kann er auch. Zehn euro. Ich sagte: aber wie fliegst du dann? Sie: ich bin jetzt alt, ich bleibe sitzen und schaue in die sterne. Wenn die einen tag älter war als ich fresse ich den besen, den ich natürlich gekauft hab.

On the weekly market/flea/antiques market at estremoz there was this peasant woman with a broom. When i passed her she said quite by the way: this is a powerful broom, it protects you. And it can fly. Ten euros. I said: but how will you fly then? She said: i'm old now. I stay seated and look into the stars. But if this woman is even one day older than me, i eat the broom, which i of course bought.

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