Das Auge

tagebuch / diary

in meinem tagebuch schreibe ich in unregelmässigen abständen über ereignisse, gedanken, träume in meinem leben.
my diary reflects my thoughts, dreams and the events of my life.
fin'ora non riesco ancora di scrivere il diario internet in italiano, ma farò uno sforzo qualche volta!
c'est difficile pour moi ecrire mon journal internet en francais mais je veux essayer quelche fois!
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luisa in one magical world - 18.06.2019 um 07:06:19

 zusehen wie die seifenblasen wissenschaftlicher mythen zerplatzen 


Wenn ich in bayern bin schaue ich mir immer sehr gern all die spannenden beiträge in der mediathek an, die „aus rechtlichen gründen in meinem land nicht“ gesendet werden. Gestern also bei arte den beitrag über die hochspannende höhle von bruniquel im aveyron tal in südfrankreich. Ein 15jähriger junge fand in den neunziger jahren in eben dieser höhle, in die er sich durch einen sehr engen durchschlupf hineinquetschte, eine kreisförmige struktur aus abgebrochenen tropfsteinen, die wieder von einer calcitschicht für die ewigkeit fixiert wurde. Weil sich niemand so recht erklären konnte was das ist, wurde die begonnene forschung eingestellt, und mit neuen analysemethoden vor wenigen jahren wieder aufgenommen.
Herauskam kurz gesagt: eine von menschenhand geschaffene kreisförmige struktur aus abgebrochenen stalagmiten, daneben ein kleiner kreis, darin mehrere feuerstellen, und, alles hielt den atem an, 175.000 jahre alt, also von den so genannten neandertalerInnen geschaffen. Wir wissen natürlich, dass es kleine frauenfiguren von berekhat ram/israel und tantan/marokko gibt, die noch viel älter, rund 250 000 bis 300 000 jahre alt sind.

Als ich diesen beitrag noch einmal im internet suchte, fand ich darunter bei google einen anderen beitrag aus spiegel online/american journal of human genetics: „wir sind neandertalerin“. Gerade hatte ich mich schon wieder aufgeregt, dass bei dem arte filmchen wieder die haarigen kerle am feuer sassen, weils in der frühzeit ja keine frauen gab, da hüpfte mein herz ein bisschen schneller: als sich nämlich neandertal mit modernem menschen paarte, kamen nur mädchen dabei heraus und wir haben folglich 2,5 bis 5% neandertalerinnen gen, nur weiblich, weil die frauen zwar ihre gene an männliche und weibliche kinder weitergeben, das männliche y chromosom aber nur von mann zu jungen weitergegeben wird. Aus der tatsache, dass kein neandertaler y-chromosom in unserem neandertaler-erbgut vorkommt, schliessen die forscher „dass die frauen nur mädchen gebären KONNTEN“ und ich sagte lachend WOLLTEN, aber das ist natürlich tabu.

When i‘m in bavaria i always watch the documentaries i cannot – for legal reasons – receive in portugal. For example this very exciting doc about the bruniquel cave of southern france/aveyron valley, where a 15 year old boy in the nineties squeezed into a very narrow long opening to find an enormous cave and a circular structure made of broken stalagmites, covered later again by calcite. Since no one could make sense of it all, the research stopped at the time and was later, a few years ago, taken up again with new multivariate methods of analysis.

Out came: a circle created by humans of broken stalagmites, a smaller circle and several fireplaces inside and, sensation, 175 000 years ago, by people called neandertal. We know of course that there are small female figurines discovered at berekhat ram / israel and tantan/morocco even older, around 250 000 to 300 000 years.

When i googled this documentary once more i discovered beneath bruniquel cave an article (spiegel online/american journal of human genetics) called „wir sind neandertalerin“(we are female neandertals) explaning that the genetic remains of neandertal people (2,5 to5 % in today's humans) derive only from female neandertals. Women passed their genes on to female and male kids, but men gave their y-chromosoms only to boys, so the fact that only female chromosomes by neandertals are found today means for scientists that, i quote: when neandertal and modern human had sex „women COULD not give birth to boys“ what about „DID NOT CHOOSE“ to give birth to boys? Mega tabu!
luisa in one magical world - 17.06.2019 um 07:12:07

 auf bahnhöfen warten ist mein hobby 


 phyrn priel nationalpark 


 hier gibts genug wasser 


 blick vom moosgierler auf das kalkalpengebiet 


 der mond über windischgarsten 


Ich liebe meine arbeit. Wahr ist zwar dass ich viel auf bahnhöfen herumsitzen muss, doch dann komme ich mit so vielen interessanten, anregenden, weisen frauen zusammen, da wird immer viel gelacht und geträumt, wir singen, wir feiern rituale, wir tauschen wissen aus – das ist eine sehr lebendige, sehr mächtige welt, die von der grossen politik und ihren medien gar nicht wahrgenommen wird.

I love my work. Although it‘s true that i have to always wait for trains but then i come together with so many interesting, inspiring, wise women, we laugh and dream, we sing and celebrate rituals and exchange wisdom and information – that‘s a very powerful and lively world of it‘s own completely unknown to the world of politics and their media.
luisa in one world - 14.06.2019 um 07:36:09

  


wenn ich ein buch über darmgesundheit schreiben sollte, wäre das ein sehr kurzes buch: jeden morgen ein teelöffel leinsamen und danach ein glas wasser - vor dem frühstück. das hat auch eine sehr interessante wirkung auf die gelenke.


if i had to write a book about a healthy intestine it would be a very short book: every morning a teaspoonfull of linseed and a glass of water afterwards. it has also a very interesting effect on the joints.
luisa in one world - 13.06.2019 um 07:14:53

 die anrufung der grossen göttin 


Meine muttersprache ist bayrisch. Als ich aufs gymnasium kam, war das ein hindernis. Die mathelehrerin rief mich auf, ich sollte eine aufgabe lösen und fing an mit „oiso“ (also). Da sagte sie: wenn du nicht deutsch sprechen kannst bist du an dieser schule falsch. Demütigung vor der klasse.
Da war mir klar: die akademische laufbahn ist nix für mich. Zum glück. Ich lernte englisch bevor ich dann richtig deutsch lernte weil ich mit fünfzehn als aupair zu einer familie in der nähe von manchester ging und dort das cambridge proficiency examen machte.
Manche leute scheinen andere verachten zu müssen um sich selbst besser zu fühlen. Es wäre halt besser wenn das keine lehrerInnen wären.

My mothertongue is bavarian. When i started highschool this was an obstacle. The math teacher called me to the blackbord to solve a mathematical exercise. I started with the bavarian word „oiso“ meaning something like „well now“. She said: if you can‘t speak german this is not the right place for you. Humiliation before the other pupils.
I realized: the academic career is not for me. Fortunately. I learnt proper german only after i had learnt english by the way, because i went as an aupair to a family near manchester and did my cambridge proficiency there.
Some people seem to need to despise others to feel better themselves. It would be good if they weren‘t teachers.
luisa in one world - 08.06.2019 um 14:01:09

 ciao derweil 


noch künstlerinnen (jetzt könnt ihr aufhören, mir welche zu nennen, weil ich tagelang ohne netz bin)

gluck(hannah gluckstein)
grandma moses
isabell bishop
käthe kollwitz
marie laurencin
tamara de lempicka
anita ree
leonora carrington
diane arbus
anna oppermann
helene schjerfbeck
etel adnan
nalini malani
maud lewis
dorothea tanning
pegeen vail
viginia admiral
beatrix potter
manu hophan
gisèle freund

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