Das Auge

tagebuch / diary

in meinem tagebuch schreibe ich in unregelmässigen abständen über ereignisse, gedanken, träume in meinem leben.
my diary reflects my thoughts, dreams and the events of my life.
fin'ora non riesco ancora di scrivere il diario internet in italiano, ma farò uno sforzo qualche volta!
c'est difficile pour moi ecrire mon journal internet en francais mais je veux essayer quelche fois!
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luisa in one world - 08.03.2018 um 08:08:03

  


Lasst euch nicht täuschen frauen: me too! Und: time‘s up! ist zwar jetzt angesagt und es scheint fast als breche diese gesellschaftliche, männerdominierte starre auf, in der frauen gefangen sind, sich selbst in vorauseilendem gehorsam gefangen nehmen, doch schon wird der inhalt beliebig, der slogan ein fashion accessoir, und schon wird auch der chor der beschwichtigerInnen lauter: jetzt reichts dann mal, übertreibts nicht!
Die sorge vor dem ungebremsten zorn der frauen ist gross. Was wäre denn,wenn frauen diesen ganzen scheiss nicht mehr mitmachen würden, all die geringer bezahlte, unbezahlte arbeit und dann noch überall das ehrenamt, all das zeug nicht mehr kaufen würden, das ihnen die gefangenschaft verniedlichen soll? Da gingen ja ganze wirtschaftszweige unter! Arbeitsplätze!

Die münchner monacensia zeigt jetzt, rechtzeitig zum frauentag am 8. märz, eine ausstellung „evas töchter. münchner schriftstellerinnen und die moderne frauenbewegung 1894 – 1933“ Ja, gut! Unsere feministischen ahninnen müssen gewürdigt werden! Es ist natürlich super an sie zu erinnern. Und das tut ja auch niemandem weh.
Doch: münchen hatte den ersten feministischen verlag, die frauenoffensive, den wir 1974 gegründet haben, naja, eher liliths töchter halt. Alle leben – noch! - in und um münchen. Verena stefan, die leider nicht mehr lebt, hat mit „häutungen“ nicht nur eine damals fast skandalöse welle von feministischem aufschrei: ja, ich auch! ausgelöst sondern auch einen mega bestseller gelandet. Im verlag frauenoffensive wurden zum beispiel auch die bücher der philosophin erika wisselinck veröffentlicht „frauen denken anders“ oder „hexen, warum wir so wenig von ihnen wissen und das meiste falsch ist“. Erika hat sogar einen förderpreis der stadt münchen aus den händen der frauenbeauftragten friedel schreyögg bekommen! Doch das bedeutet noch lang nicht, dass sie jetzt dann mal inhaltlich gewürdigt wird, ich glaube da musst du schon fünfzig jahre mindestens tot und irgendwo sicher verstaut sein bevor man da dran geht. München hat auch einen der letzten existierenden frauenbuchläden, der wurde auch schon von der stadt münchen ausgezeichnet. Wäre das nicht eine schöne und zeitgemäße idee das zu präsentieren, was aus der neuen frauenbewegung noch da ist, was tatsächlich LEBT!!
„frauen wacht auf“ heisst eine der veranstaltungen der monacensia mit friedel schreyögg, „….streitet für eure rechte“. Das ist nur literarisch gemeint liebe frauen. Wacht auf und geht erst mal in eins der schönen münchner cafés frühstücken falls ihr euch das überhaupt leisten könnt“ ist schon eher die realität.
„modern sein heisst für die frau ein eigenes gesetz in der brust tragen“ zitiert der prospekt der monacensia carry brachvogel, vorgetragen von der kuratorin dr. ingvild richardsen.

Doch eins ist klar, liebe frauen mit eurem eigenen gesetz in der brust und bereit aufzubrechen aus dem „ewigen urbild der frau“ - und das weiss ich aus erfahrung – dürft ihr es nicht zu toll treiben. Da hört der spaß auf - lob oder anerkennung gibts für den aufbruch in die vorbehaltslose freiheit nicht. Ich glaube das hat damit zu tun, dass dann sichtbar wird, wie jede frau ihren begriff, ihre sehnsucht, ihre umsetzung von freiheit definiert – jede vielleicht nach ihrem ganz eigenen „gesetz in der brust“. Das ist anstrengend. Das ist radikal. Und sehr sehr unbequem. Denn um was gehts denn in der feministischen bewegung? Darum, dass jede das findet, was für sie total stimmt, das lebt, was sie leben will ob das jetzt verstanden wird oder nicht.
Es geht darum, dass ein feld gehalten wird, ein feld nicht nur des widerstands sondern der lustvollen befreiung: du kannst es nicht? Tu‘s! Aber sei dir klar, dass die alte fussballregel auch hier gilt: wer am ball ist wird angegriffen!

luisa in one quiet world - 06.03.2018 um 02:32:16

  


nachts wach

aus der stille der nacht steigen bilder auf
treiben durchs hirnuniversum
bleiben übereinander liegen
eichenblätter über schneematsch
ein geblümtes kleid auf dem kaminfeuer
ein steinkreis
brotbrösel
bis das teewasser kocht stehe ich am küchenfenster
der mond ist von schleiern umgeben
die hell erleuchtete leere s-bahn fährt vorbei
nur zum spass fahre ich die krallen aus
luisa in one magical world - 04.03.2018 um 10:11:23

  


  


  


An reinkarnation kann ich nicht wirklich glauben. Dennoch erlebe ich manchmal etwas, das viele von euch vermutlich auch kennen: du kommst an einen ort, an dem du „in diesem leben“ noch nicht warst und fühlst dich total zuhause. Du weisst, wenn du hier um die kurve gehst, kommt ein felsen oder da gehts einen berg hinauf, von dem du das gefühl hast, ihn schon hundertmal gegangen zu sein. Im alentejo gings mir bei meinem ersten besuch genau so. fremdvertraut war das. Seelenheimat.

Es ist wohl eher so wie der biologe rupert sheldrake es beschreibt: alles was gelebt und erfahren und erlernt wurde ist in einer art cloud gespeichert. Er nennt das „morphogenetische felder“ - das erinnern ist der natur eigen. Das gespeicherte ist abrufbar. Für sheldrake ist es denkbar dass es eine art telepathischer kommunikation zwischen allen lebewesen, pflanzen, tieren, menschen, steinen usw. gibt, dass telepathie oder vorahnungen ein teil dieses energiegewebes sind. Er hat versuche mit termiten gemacht, die seine theorie bestätigen, doch selbstverständlich wird er von wissenschaftlern angefeindet, weil er die „reine“ wissenschaft unterminiert. Genau mein mann!

Allen, die sich sorgten, weil ich länger nichts geschrieben habe: mir tut es gut, mal nicht jeden tag im netz zu sein. Ein smartphone habe ich nicht, den laptop schleppe ich nicht immer mit. Ich war auf reisen zu neuen orten wie sesimbra oder cabo espichel, das kloster dort ist ein eindrückliches symbol für den niedergang der einst so mächtigen, zerstörerischen missionarischen kirche. Der etwas unwirtliche, ja fast unheimliche ort wird nur von unserer lieben frau gerettet, die aus dem meer erschien und mit einer kleinen kapelle geehrt wird.


I don‘t really believe in reincarnation. But sometimes a place i have never in this life visited before feels so familiar that it‘s almost uncanny. You know there is a rock just round the corner, you know that way up a hill really well and so on. Like with the alentejo. When i visited the region for the first time i felt strangely at home, it‘s the home of my soul.

I think it‘s like the biologist rupert sheldrake‘s „morphic resonance“ concept – remembering is inherent to nature. everything discovered, learnt, experienced is saved in a kind of cloud and we can have access to it. For sheldrake premonitions or telepathy is part of an energetic web between all living beings and thus quite natural. Of course he is vehemently attacked by the „scientific community“ for undermining science. that‘s my man!

For those of my readers who were worried because i didn‘t regularly post entries in my diary: i‘m well. I don‘t have a smartphone and usually i don‘t have my laptop with me. Nothing happened to me except a very interesting trip to places in portugal i hadn‘t visited before, like sesimbra or cape espichel - the convent there is an impressive example for the decline of the once so powerful and destructive missionary church. The place is uncomfortable, almost spooky and is softened only by the appearence of the lady of the sea. She is being honoured with a chapel.

luisa in one beautiful world - 26.02.2018 um 16:22:21

  


wir hatten keine hoffnung
wir schöpften wieder hoffnung
wir waren verzweifelt
wir zerstreuten die zweifel
es konnte nicht weitergehen
es ging weiter
weil es immer weiter geht

es regnete sterne
die erde flüsterte grasgedichte
ich nahm die sterne auf
erleuchtete mein hirn
gab den affen im kopf futter
lockte die feen
- sie wollen übrigens keine zuckerstücke
luisa in one beautiful world - 25.02.2018 um 11:05:46

  


  


  


  


  


glücklich der kälte entronnen....

happy escape from the cold

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