Das Auge

tagebuch / diary

in meinem tagebuch schreibe ich in unregelmässigen abständen über ereignisse, gedanken, träume in meinem leben.
my diary reflects my thoughts, dreams and the events of my life.
fin'ora non riesco ancora di scrivere il diario internet in italiano, ma farò uno sforzo qualche volta!
c'est difficile pour moi ecrire mon journal internet en francais mais je veux essayer quelche fois!
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luisa in one amazing world - 03.02.2018 um 20:42:49

  


Normalerweise lese ich von der süddeutschen online nur die überschriften von artikeln. Die sz läuft bei mir (noch) unter „macht oft frauen lächerlich, sucht sich oft frauen, die frauen virtuos angreifen“. Heute kaufte ich, eigentlich aus versehen, die süddeutsche, weil ich in der sbahn nach münchen was zu lesen brauchte und mir fielen fast die augen aus dem kopf.
Die süddeutsche hätte natürlich niemals einen artikel von mir gedruckt, der den titel „idioten“ trägt und tatsächlich von männern handelt. Niemals hätte ich in einem artikel, wo auch immer, dieter wedel ein „stummelschwänzchen“ verpassen können. Das unglaubliche ist geschehen: alexander gorgow hat die volle dimension von machtübergriffen erkannt und beschreibt sie sehr wortgewandt.
Zitat: „Der Fall Wedel ist nicht vorbei.Er bietet vielmehr Gelegenheit, das Thema da hinzuholen wo es hingehört: zu uns, in die doch sonst immer von hinz und kunz zitierte Mitte der Gesellschaft. Jeden Tag passiert so etwas in Familien, Versicherungen, Banken, Pflegeheimen, auf Theaterbühnen, in Betrieben, im Amateur- wie im Profisport, in Verlagen, Sendern, Fabriken und Konzernen, Parteien, Ministerien und Stiftungen..." (usw usw.)Da stehen so überraschend treffliche bezeichnungen wie „dicke eier sprachsalat“ (bei jobangeboten), vom affenfelsen ist die rede. Ich habe bis jetzt noch keinen artikel gelesen, der die menschliche, vor allem die männliche gesellschaft so genau skizziert. Aus dem herz der finsternis, sozusagen. Besorgt euch die sz vom samstag, lest den artikel und hebt ihn auf.
luisa in one precious world - 03.02.2018 um 08:11:14

  


  


Traumnest

Durchs offene fenster
schwebt die nacht mit vielen schleiern in meinen schlaf
in meine träume
trauer trost entzücken
ungelöste rätsel
fragen auf die es keine antwort gibt
immerhin
keine offenen rechnungen
mal richten sich gedanken auf wie stacheln
mal liegen sie wie weiches gras eingerollt in meinem hirn
da liege eingerollt auch ich und schnurre bis zum ersten licht des tages

Nest of dreams

through the open window
night is floating in many layers into my dreams
sadness consolation enchantment
unsolved mysteries
questions without answers
at least
no unpaid bills
sometimes thoughts stand up like spikes
sometimes they lie like soft grass curls in my brain
and i am curled up too and purr til the first light of day
luisa in one precious world - 02.02.2018 um 05:51:13

 am mittwoch yoga 


 am donnerstag kiki smith im haus der kunstmit petra giloy hirtz der kuratorin 


 kiki in action 


 the audience 


 is listening 


 the wave 


Gestern traf ich mich mit freundinnen zur vernissage einer ausstellung im haus der kunst: kiki smith – procession. Die gastkuratorin petra giloy-hirtz hatte dem haus diese ausstellung vorgeschlagen und etwas unglaubliches, überwältigendes passierte. Hunderte von menschen strömten ins haus, es hörte einfach nicht auf. Der saal war schon rappelvoll und immer noch stauten sich die ankommenden an den türen, den garderoben. Die ausstellung konnte man praktisch gar nicht sehen, weil so ein andrang war und was ich so toll fand: die frauen,da waren viele wunderbar besonders aussehende ältere, alte, junge frauen. Man konnte sehen, dass die kuratorin und kiki smith überwältigt waren, kiki smith, die nicht an einer akademie studiert hat, die sehr persönliche zeichnungen, bilder und skulpturen macht, die sich zeit lässt, einspinnt in ihre visionen, die sie ganz intuitiv umsetzt, wie sie erzählt. Sie ist wirklich eine wunderbare frau, einfach, ohne allüren und dass sie überhaupt aus der new yorker szene im umkreis von nancy spero und louise bourgeois in deutschland ankam ist der galeristin barbara gross zu verdanken, die vor genau dreissig jahren ihre galerie für künstlerinnen eröffnete und u.a. maria lassnig, ida applebroog, ana mendieta, nancy spero, louise bourgeois, katharina grosse, valie export, michaela melian, kiki smith und mittlerweile auch einige männliche künstler zeigt.
Margret, ingrid und ich sassen ganz vorn auf dem boden. Der abend war bezaubernd, die luft leider so schlecht dass ich noch vor ende gehen musste. Und dann, gleich neben dem haus der kunst, die ewige eisbachwelle – unermüdlich drehten noch in der nacht surfer ihre runden, es hatte etwas entrisches, jenseitiges…

yesterday i met friends at haus der kunst in munich to attend the opening of kiki smith‘s show „procession“. The guest-curator petra giloy-hirtz had suggested this show to the museum and something incredible and overwhelming happened: hundreds of people came, flooded the halls, queued at doors and cloakrooms. You couldn‘t see the art there were so many visitors, women mostly, wonderful special looking elderly, old and young women. I was enchanted really. And i could tell that the curator and kiki smith were totally surprised and overwhelmed at the aflux. Margret, ingrid and i sat on the floor in front, while kiki, who never studied at an academy, talked about how she worked, how visions and ideas cropped up and were shaped by her very intimately, intuitively, without a plan.
that kiki smith arrived in germany is owed to barbara gross who founded a gallery for female artists thirty years ago in munich showing - already when they were not yet famous - among others kiki smith, nancy spero, maria lassnig, katharina grosse, valerie export, michaela melian ecc.
The evening was magical, the air unfortunately so bad that i had to leave before the end.
And there was as ever next to haus der kunst the eisbach-wave with surfers tirelessly spinning and twisting around the wave through the night. It had an air of beyond, otherworldly...
luisa in one world - 31.01.2018 um 15:39:46

  


Dem erfolg immer wieder
aus dem weg gehen
das grosse geld
immer wieder lächerlich machen
zufriedenheit stören
wieder und wieder
das vertraute provozieren
immer wieder
ganz bei mir
nachspüren - bin ichs noch?


to avoid again and again
success
to make big money look silly
again and again
to disrupt satisfaction
to provoke the familiar
again and again
to be one with me
totally
again and again
to feel - am i still myself?
luisa in one world - 29.01.2018 um 09:13:34

 gestern in der schrottgalerie glonn opas diandlvier opas und ein diandl 


 tolle musik war das 


 starke handarbeit vor allem mit den holzlöffeln 


Im zusammenhang mit der filmindustrie und den vorwürfen des sexuellen missbrauchs gegen regisseur dieter wedel schrieb die süddeutsche zeitung von einem „herrenclub“ und ich dachte, naja, die medien sind ja auch ein herrenclub und wenn du es genau nimmst, ist doch ganz deutschland, ja, die ganze welt ein herrenclub, in dem die herren die beute untereinander verteilen. Frauen dürfen assistieren wenn sie sich anpassen.

Süddeutsche zeitung wrote in connection with a german film director who is accused of sexual abuse the word „herrenclub“ which means men‘s club (the word „herr“ has no real correspondence to an english word, because gentleman is too gentle and man is to weak an expression, maybe „master“?) and i thought well, even the media in germany is dominated by „herren“ and if you look at it all closely all of germany,indeed the whole world is a men‘s club: men share their loot. Women are allowed to assist if they behave.

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