Das Auge

tagebuch / diary

in meinem tagebuch schreibe ich in unregelmässigen abständen über ereignisse, gedanken, träume in meinem leben.
my diary reflects my thoughts, dreams and the events of my life.
fin'ora non riesco ancora di scrivere il diario internet in italiano, ma farò uno sforzo qualche volta!
c'est difficile pour moi ecrire mon journal internet en francais mais je veux essayer quelche fois!
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luisa in transition - 29.04.2018 um 08:05:51

 das schönste am regen ist der bogen 


  


 die unbefleckte verdrängnisaus regina schillings film bierbichler 


 luisa und seppaus dem achternbusch film der junge mönch 


Liebe fernsehsender br und arte: euch ist ein kleines missgeschickt passiert. Ihr habt zwar den film über das urgestein bierbichler komplett von der nicht gestylten feministischen luisa francia gesäubert, aber da ihr name immer noch im abspann des films mitläuft kommt es immer wieder zu mailanfragen bei mir: wieso luisa francia – du kommst doch gar nicht vor?
Ja, wenn man sich heutzutage fragt wie die deutsche kultur noch zu provozieren ist, dann merkt man zwar, dass antisemitische, frauenfeindliche, gewaltverherrlichende rapper angeschleimt und mit „bambi“ und „echo“ überhäuft werden, aber eine alte, konsequente, radikale feministin deren texte der „time's up“ bewegung rund dreissig jahre zu früh vorauseilten, die soll doch bitte ihr maul halten („so ein schmarrn“ originalzitat eines kritikers aus einem br hörfunk beitrag). Ach ja und dann ist dann immer noch im internet zu lesen: luisa francia, geliebte von sepp bierbichler. Geliebte, niedlich. Was anderes als geliebte, muse, hure, madonna, mutter, assistentin kann sich ja selbst das moderne internet nicht vorstellen...
Deshalb: entfernt doch den namen luisa francia aus dem herr-lichen film über sepp bierbichler sodass nur noch das bayrische urgestein-dreigestirn bierbichler herzog und achternbusch leuchtet. Ich bedanke mich dann morgen in der walpurgisnacht dafür. Kaliluja!
luisa in one world - 28.04.2018 um 13:49:59

  


  


Heute morgen schock: null grad. Ein englischer freund von ilse hätte jetzt gespottet: die globale erwärmung ist in portugal angekommen. Allerdings ist das problem ja: durch die globale erwärmung schmelzen die eisberge, das setzt enorme wassermengen frei, die natürlich auswirkungen auf das klima haben. Welche – das weiss doch überhaupt noch kein mensch. Eins ist aber klar, das sagen die leute im dorf: so kalt wars ende april noch nie.

Got a shock this morning: zero degrees. An english friend of ilse's would probably sag now: global warming has arrived in portugal. The problem however: icebergs melt and great amounts of water start to change our climate, our weather. What exactly this water will do to the earth, to us – no one knows. But the villagers here agree on one fact: never has it been so cold at the end of april.
luisa in one beautiful world - 27.04.2018 um 08:51:42

  


  


Ich stand bis zum bauch im wasser des sees und wollte gerade ganz reinspringen, da sah ich zwei fische in meiner nähe. Grosse fische, silbrig glänzend. Sie standen, wie ich, und plötzlich drehten sie sich blitzschnell in der art von forellen. Ich war fasziniert. Schaute ins wasser. Da kamen noch mehr von diesen fischen. Das verrückte war, dass keine dreissig meter von mir weg zwei fischer mit ihren angelruten standen. Die fische gruppierten sich um mich herum. Einer schwamm her und saugte kurz an der haut, beinah hätte ich aufgeschrien vor schreck. Aber ich stand einfach da und dachte: verdammt, das wäre ein tolles foto!

I stood in the lake, the water reaching my navel and was about to jump in when i noticed two fishes quite near to me. Big things, silvery, shimmering. They stood quite still and then suddenly turned how trouts do. i was fascinated. Looked into the water. More of those fishes came. It was so funny because about thirty metres away from me there were two fishermen with their fishing rods. The fishes swam around me. One even sucked my skin briefly and i almost shrieked. But i stood quite still and thought: damn it, this would be such a great photo!
luisa in transition - 25.04.2018 um 13:45:47

 bye bye flickr 


Ich denke über suchtstrukturen nach. Wann ist etwas noch gewohnheit oder spass an der freude, wann wird’s zur sucht. Zum beispiel: bestätigung durch andere, reaktion auf das was man sagt oder fotos. Mir war immer klar, dass soziale netzwerke suchtstrukturen aufbauen. Heute ist mir klar, dass auch flickr, die fotoseite im netz, das einzige soziale netzwerk in dem ich noch bin, auch eine sucht auslöst. Du stellst bilder rein und wartest auf reaktionen, kommentare, faves usw. dass die meisten dieser reaktionen auch von einem algorithmus kommen könnten, so allgemein gehalten sind sie, stört erst mal nicht.
flickr wurde von yahoo gekapert und jetzt von smugmug gekauft, ein millionen wenn nicht milliardendeal nehme ich an. Natürlich bekommen den kaufpreis nicht die mitglieder von flickr, auch nicht die, die blöd genug sind, für ihren „pro“account zu zahlen. Es gab mal den beruf fotografin, fotograf. Der existiert nur noch in wenigen sparten. Das meiste wird aus dem netz, von flickr, von fotocommunity usw. geholt und meistens kostenlos.

Haben sie die nutzungsbedingungen gelesen? Ja! gilt als die größte Lüge.
Ich habe noch nie die nutzungsbedingungen oder die transportbedingungen beim fliegen gelesen. Die sind meistens seeehr klein gedruckt. Ich hab jetzt aber die neuen bedingungen bei flickr gelesen und hängen geblieben ist nach all dem, was man diesem konzern erlaubt und was man an rechten aufgibt: bis 25. mai kann man seinen account löschen, ohne in diese bedingungen eingebunden zu sein. Dann wird also spätestens der 24. mein letzter tag da sein. Schade um die netten menschen, mit denen ich wohl nichts mehr zu tun haben werde, um die freundschaften, die entstanden sind, aber wenn die was wert sind, halten sie auch ausserhalb von flickr.


I think about addiction a lot these days. When does a habit start to be an addiction? For instance through appraisal/acknowledgement from others, through reactions on the pictures you post on the net. I was always aware that social media induce addiction, now i'm realize that i myself am hooked – to flickr, the only social network I'm in. You post pictures and wait for comments and faves or even explore, never mind that the comments are mostly insignificant and could be posted by algorithms.
Flickr was taken over by yahoo and is now gulped up by smugmug. I suppose a million if not billion deal, the money of course does not go to the members, not even to the ones daft enough to pay a „pro“ account.
Once upon a time there was the profession of a „photographer“. Today there are only few paid photographers. Most pictures are taken from the internet and for free.
Did you read the conditions for users? The answer „yes“ is supposed to be the biggest lie. I never read any terms of use, they are mostly printed in verrrry small letters. This time i did and what remained in my brain after understanding what i was giving up and allowing was: if don't agree you have until may 25 to get out. So may 24 at the latest will be definitely my last day with flickr. I will miss the interesting people and the friendships but maybe some of it will stay even without flickr.
luisa in one world - 24.04.2018 um 09:46:01

  


Altersarmut. Die kleinste maschine im waschsalon fasst 9 kilo, das ist ne menge wäsche. Als ich hinkam sass da eine alte frau, ja sie war auf jeden fall älter als ich. Sie fragte mich, was eine maschine kostet. Vier euro, sagte ich. Das ist viel geld, sagte sie. Sie hatte nur etwas unterwäsche und zwei leintücher. Ich sagte, sie könne es in meine maschine tun, die war ja sowieso nicht voll. Sie war einverstanden. Das finde ich genial am öffentlichen waschen. Kommunikation. Sie würde ja so eine maschine nie voll bekommen und ich nur mit mühe...

Poverty in old age. The smallest washing machine in the laundrette takes 9 kilos, that's a lot of laundry. When i went to wash my stuff there was an old woman sitting there, yes she was old, older than me in any case. She asked me how much one machine load was. I said four euros. That's a lot of money, she said. She only had some underwear, and two bed sheets. I said she could put it together with my stuff, i couldn't fill the machine anyway. That's what i like about washing publicly: communication. She could never fill / or afford / one machine and i couldn't fill it either...

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