Das Auge

tagebuch / diary

in meinem tagebuch schreibe ich in unregelmässigen abständen über ereignisse, gedanken, träume in meinem leben.
my diary reflects my thoughts, dreams and the events of my life.
fin'ora non riesco ancora di scrivere il diario internet in italiano, ma farò uno sforzo qualche volta!
c'est difficile pour moi ecrire mon journal internet en francais mais je veux essayer quelche fois!
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luisa in one strange world - 10.01.2018 um 13:24:26

 total vernebelt 


catherine deneuve und ungefähr hundert andere frauen haben ein papier unterschrieben, in dem männern das recht zugestanden wird, frauen - auch hartnäckig - sexuell zu bedrängen, in frankreich gern auch "verführung" genannt (quelle: theguardian.co.uk).
ich kann kaum glauben dass es so viele frauen gibt, die den unterschied zwischen sexueller gewalt und sexueller freiheit nicht kennen! da möchte ich mal frau deneuve sehen wie sie reagiert wenn ein mann von dem sie nichts will, sie sexuell bedrängt...

catherine deneuve and about one hundred other women in france signed a paper conceding men the right to "hit on women", to even "persistently or cackhandedly try to seduce someone" (source: theguardian.co.uk). good heavens women - don't you know the difference between sexual liberty and sexual violence?? i'd like to see deneuves reaction if a man "persistently tried to seduce her" whom she finds revolting....
luisa in one world - 09.01.2018 um 09:15:46

mehr hintergrund information:

herstory-history.com

auf youtube: art of the ice age: the modern mind. jill cook talks about female power during ice age

on youtube: the female gaze in Ice Age art

on youtube: the world of the Goddess - marija gimbutas

artedea.net

hagia.de

alma-mater-akademie.de




luisa in one world - 09.01.2018 um 08:49:56

  


 diese darstellung einer frau oder göttin ist rund zweihunderttausend jahre alt 


Wer sich auf die „me too“ debatte einlässt muss natürlich den zweiten schritt auch gehen, nämlich: woher kommt es denn, dass so viele männer denken, frauen seien ihre service einrichtung, seien nur dazu da ihre bedürfnisse zu befriedigen und sie in allen lebenslagen zu bedienen und sich gefälligst für sexuelle dienste zur verfügung zu stellen. Die ursachenforschung wird etwas ungemütlich.
Wir wissen, dass die religiösen und spirituellen vorstellungen der frühzeit mit der weiblichen kraft, mit der frau verbunden waren und das über einen unvorstellbar langen zeitraum. Es gibt nun mal niemanden auf dieser welt der nicht von einer frau geboren worden wäre. Mit der einführung eines männlichen gottes vor rund zweitausend jahren entstand in männern offenbar der anspruch: wenn der prototyp ein mann ist, muss der mann göttlich sein. Der rest ist geschichte.

Während die mütterliche energie in religiösen vorstellungen behütend und bewahrend wirkte (wenns nicht über hunderttausende von jahren so gewesen wäre gäbe es uns heute gar nicht mehr), bringt die männliche energie krieg, zerstörung, und tod. Bis heute muss absurderweise noch jedes kind in der schule die grossen kriege, schlachten, „feldherrn“, „herrscher“ lernen, während die inquisition, die vernichtung von frauen, der raub ihrer güter, die endgültige blutige machtübernahme der kirche in schulen kaum jemals thematisiert noch kritisiert wird. Der vatikan als zentrum abendländischer macht sitzt noch auf den geraubten gütern der in missionszügen und „hexen“verfolgungen erbeuteten frauen und männer, ein korrupter männerbund, unangreifbar (warum eigentlich?) . Daran ändert auch ein papst franziskus nichts, der höchstens diese dubiose versammlung von spitzhüten für kritische menschen wieder ein bisschen akzeptabler gemacht hat.
Eine menschliche gesellschaft, die über eine million jahre offenbar für mensch und natur verträglich zusammengelebt hat, ist in rund zweitausend jahren männermacht an den rand der totalen vernichtung getrieben worden. Es wird zeit, diese macht der patriarchen zu analysieren und zu demontieren, die standbilder von herrschern abzureissen und frauen zu würdigen und zu ehren.


If you say „ me too“ you will have to go the next step as well: how come so many men think women are a service tool for them, born to satisfy all their needs and sexual cravings, born to serve man in all situations and be at their disposal. The analysis of the situation might get a bit uncomfortable.

We know that in early societies for hundred thousands of years the idea of the divine was related to woman. Obviously. She can give birth. There is no person on this earth who did not come out of a womans womb. The time of goddess was a peaceful and nourishing time, had it not been so we wouldn‘t exist anymore. With the introduction of a male god about twothousand years ago it seems that men got convinced: if the prototype is male, man is divine. The rest is history.

While female energy in human development was keeping a balance between humans and nature, male dominion brought wars, violence and death. Until today – crazy as it may seem – children have to learn all the "great" wars, battles, commanders, while the extermination of women by the „holy“ inquisition, the robbery of goods by christian predators during inquisition and missionary raids stay mostly unmentioned in schools. The vatican, center of patriarchal power, is still sitting on the looted money, land and values – the richest company worldwide, a corrupt male society – unassailable, why? i wonder.
A pope francis does not change the situation at all, instead he makes the dubious gathering of men with pointed hoods a bit more acceptable to critics.
A human society who lived in balance with each other and nature for hundred thousands of years, has been driven to the edge of annihilation in only a few thousand years of male dominion. it‘s about time to analyze and demolish this destructive power of patriarchs, to tear down their statues and celebrate and honour women.

luisa in one world - 08.01.2018 um 07:59:48

 sabine an der harfe und ilse die was zu feiern hatte 


 evi und johannes am kachelofen 


 der yoga jodel gruppe ist nix zu kompliziert 


 zu unserer grossen freude kamen auch irmi und monika 


 sabine spielt was auf der harfe 


Gestern im wirtshaus taglaching: singen was die stimmbänder hergeben. Eigentlich ist das wirtshaus am sonntag geschlossen, aber maria und ludger machten eine ausnahme, damit wir jodeln konnten und hinterher was zu essen hatten. Es war wieder wunderbar – von der yoga-jodel-gruppe über quereinsteiger mit schönen bass stimmen bis zur resi, wirtin von wildenholzen, waren alle da und sangen mit. Danach gabs in diesem schönen wirtshaus bio essen vom feinsten. Heute ist regeneration angesagt... ein ohrwurm will auch vertrieben werden...
luisa in one complex world - 07.01.2018 um 09:22:34

  


Ein begriff der mich schon mein ganzes leben lang beschäftigt, begleitet und provoziert: normal. Als kind dachte ich alle sind normal nur ich nicht. Dann wurde mir klar, dass die anderen irgendwie auch nicht normal waren. Sie konnten es einfach besser verbergen als ich, dass sie wilde unerklärliche beängstigende rasende verstörende gefühle hatten und scheinbar sinnloses oder zerstörerisches taten oder wenigstens tun wollten.
Jetzt weiss ich dass „normal“ ein ordnungsbegriff ist, der nur dazu erfunden wurde, menschen besser zu kontrollieren und berufe zu schaffen, die diese menschen wieder zurücktreiben in die so genannte normalität. Wenn man zu jemandem sagen kann: du bist nicht normal! kann man ihn/sie besser kontrollieren, es ist eine art von mentaler vergewaltigung.
In meiner fast 40jährigen feministischen und spirituellen arbeit mit frauen hörte ich von vielen vielen frauen, dass ihre kinder oder ihr partner ihnen irgendwann mal /gern während der menopause sagten: du bist nicht normal, du gehörst ja ins irrenhaus!
Naja, der mann der das sagt geht davon aus, dass er normal ist und die frau nicht, die frau ist kein mann, wie könnte sie sein wie er? Wie könnte er ihre komplexität auch nur ansatzweise verstehen? Selbst andere frauen verstehen frauen ja oft nicht, es ist unbequem aber unausweichlich.Wie könnte eine frau sein wie ihre kinder, die noch mit ihrem eigenen anspruch an normalität oder originalität um ihren platz in der meinung anderer kämpfen?
Wenn wir aufhören würden, das normale anzustreben/ alles andere auszuschliessen wäre die welt ein friedlicherer und schönerer lebensraum.
Ich jedenfalls bin nicht normal und ich bin stolz drauf.

A word that provoked, accompanied and disturbed me since childhood: normal. When i was a child i thought everybody is normal but i‘m not. Then i realized that all the others obviously weren‘t normal either. They might have been more able than myself to pretend - to hide the fact that they had wild, inexplicable, frightning, driving thoughts, that they wanted to do seemingly senseless or destructive things.
I know now that „normal“ is an expression designed to control people and to create a whole lot of professions which push those people back into „normality“. If you tell someone „you are not normal“ you can control this person better. It‘s some kind of mindfuck.
In my almost 40 years of feminist and spiritual work with women many told me that their partners or children told them at one time/often during menopause: you are not normal, you should be hospitalized. Off to the looney bin.
Well a man of course thinks he is normal, but a woman is not a man, so how could she be like him, or how could he even begin to understand her complexity?! Even other women often don‘t understand women, it‘s uncomfortable, but also inevitable. How could a woman be like her kids who are still fighting for their place in the world and in the general opinion.
If we stopped trying to achieve the „normal“ / excluding everything else, the world would be a more peaceful and beautiful place.
I am not normal and i‘m proud of it.

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