Das Auge

tagebuch / diary

in meinem tagebuch schreibe ich in unregelmässigen abständen über ereignisse, gedanken, träume in meinem leben.
my diary reflects my thoughts, dreams and the events of my life.
fin'ora non riesco ancora di scrivere il diario internet in italiano, ma farò uno sforzo qualche volta!
c'est difficile pour moi ecrire mon journal internet en francais mais je veux essayer quelche fois!
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luisa in one world - 02.11.2017 um 09:18:45

  


Ein paar anmerkungen:

wenn ihr mir eine mail schickt: ohne mailadresse könnt ihr keine antwort erwarten. Vielleicht habt ihr mir schon mal geschrieben und denkt nun, meine adresse hat sie. Automatische adressenspeicherung habe ich nicht – zu eurem schutz übrigens. Manche geben eine telefonnummer an: ich rufe sicher nicht an.

Die matriarchatsforscherinnen um heide göttner-abendroth legen wert auf die feststellung dass der begriff gottMutter allein kirsten armbrusters thema ist und sie damit nichts zu tun haben.

Ich finde beide interessant, ich schau mir alles an, denke drüber nach und lege das was gerade dabei rauskommt in salamandra offen, ob ich dafür nun beschimpft oder gelobt werde. Ich bin eine freie frau und keiner anderen rechenschaft schuldig. Damit sitze ich immer wieder zwischen allen stühlen, egal, jede facette in der erforschung der frauenkraft ist wichtig!

Für mich geht es schon immer um befreiungsbewegungen und spielvorlagen - so sehe ich halt meine bücher auch, nicht als neues religionskorsett.

Wenn die natur so dogmatisch wäre wie die menschen, wären wir schon ausgestorben.

x x x

weil es überhaupt nicht mehr passt musste ich leider nun doch die teilnahme als matriarchin bei der göttinnenkonferenz in schloss laudon / wien im mai nächsten jahres absagen.
luisa in one magical world - 01.11.2017 um 11:10:22

 mein sehr wunderbares kleines lavendelfeuer im garten  


 kuschlige sechzehn grad morgens 


lavendelfeuer
fledermaus kam auch dazu
steine klickerten

lavender fire
bat wanted to join in too
old stones were clicking
luisa in one precious world - 31.10.2017 um 09:15:52

 der erleuchtung ist es egal wie du sie erlangst 


Als von einer salamandra-leserin die frage aufkam, was ich zu samhain mache, hatte ich plötzlich das irrationale bedürfnis zu sagen: ich besaufe mich und geh um sieben ins bett. Warum? Ich hatte schon immer ein problem mit der seltsamen heiligkeit, die in der spirituellen frauenszene gewachsen ist. Die heiligen jahreskreisfeste, die verbindungen von himmelsrichtungen und elementen, die ritualordnung, die ausbildung zu ritualleiterin, die kleiderordnung – du kannst doch nicht zu dem fest die farbe usw usw.
natürlich feiere ich auch mal so ein fest, doch bin ich nicht aus der kirche geflohen, um eine neue ritualordnung und neue religionsautoritäten zu finden oder gar selbst eine religionsautorität zu werden. Ich habe jede menge bücher geschrieben, die um das auffinden und loslassen von strukturen kreisen. Rituale und vom wem auch immer festgelegte feste sind eine struktur, die helfen soll, die energie zu leben, aber wenn sie starr werden, kann man in so einer struktur auch ersticken und überhaupt nichts spüren.
Ich muss mich nicht „rückbinden“ (religio), niemand muss das, wir sind alle natur ob wir das wollen oder nicht. es gibt in der spirituellen/matriarchalen/matrivalen oder wie auch immer szene so einen schleier der verlogenheit – was nicht passt wird passend geschwindelt. Und es gibt eine strömung die so wunderbar ist, dieses sich öffnen und neu spüren, sehen, riechen, schmecken, hören lernen - diese verbindungen zu kräften wahrzunehmen, die immer da sind und keine bedingungen stellen.

Wenn ich höre/lese in was für einen stress manche frauen kommen, weil sie ihren terminkalender um die jahreskreisfeste bauen müssen, wie frauen zurechtgewiesen werden, weil sie es zum wichtigsten fest nicht geschafft haben – um himmels willen frauen, befreit euch! Wenn du beim erhabendsten ritual denkst: wie soll ich das morgen bloss machen mit dem heizungsableser? Dann ist das die energie und nicht das schöne lied, das du gerade singst. Wir leben in dieser welt, wir müssen es in dieser welt aushalten, warum darf das in einem ritual nicht vorkommen? Wo bleibt das spielerische? Das närrische? Ist es nicht das heiligste?!
luisa in one quiet world - 29.10.2017 um 08:46:35

 morgens 


  


  


Ich sitze auf der bank und schaue in den nachthimmel. So viele sterne – ich erkenne die sternbilder kaum. Der mond liegt wie eine schale mit honig im schwarzen nichts. Jetzt wird die zeit umgestellt. November ist der stillste monat – viele restaurants und cafés sind geschlossen. Am morgen ist es kühl – der see ist wärmer als die luft. Der mann von prosecur bewacht den verwaisten strand. Ich hole wasser von der quelle. Aus der bäckerei weht der geruch von frischem brot her. Ein morgen mit wasser und brot.

I sit on the bench and look into the nightsky. So many stars – i can hardly distinguish the familiar constellations. The moon drifts like a bowl with honey over the black void. Tonight the time will be changed to one hour earlier. November is the quiet month – many restaurants and cafés are closed. Its cool in the morning – the lake is warmer than the air. The security man watches over the abandoned beach. I go and get water from the well. From the bakery there is the scent of fresh bread. A morning with water and bread.
luisa in one magical world - 28.10.2017 um 14:03:49

 das huhn 


Auf dem weg zu olival da pega, einem der zauberhaftesten orte die ich kenne, blieb mein blick plötzlich an einer kleinen roten wölbung am boden hängen. Ich nahm den stein auf: er war zu einem huhn geformt worden. Huhn. Sofort dachte ich an alles was huhn für mich bedeutet: das huhn das goldene eier legt, das huhn der babayaga, die hen-night (hühnernacht) also die letzte wirklich freie nacht bevor frauen heiraten. Das huhn das die vollkommene form aus sich herausbringt – das ei. Und das huhn kann überall leben vom nordkap bis südafrika.
jedenfalls weiss ich jetzt, dass in der steinzeit hier fische, hasen, schweine, frauen, der mond und auch hühner verehrt und dargestellt wurden.

When we went to olival da pega, one of the magical places i know, my eyes caught a round shape on the floor. I picked it up. It was a stone shaped to a hen/a chicken. Immediately all the associations came to my mind: the hen which lay golden eggs, babayagas hen, hen night (the last night in freedom for women before getting married). The hen produces the perfect form, the egg. And a hen can live anywhere from northpole to southafrica. so i know now that during stoneage fishes, rabbits/hares, pigs, women, the moon and also hens were depicted and celebrated.

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