Das Auge

tagebuch / diary

in meinem tagebuch schreibe ich in unregelmässigen abständen über ereignisse, gedanken, träume in meinem leben.
my diary reflects my thoughts, dreams and the events of my life.
fin'ora non riesco ancora di scrivere il diario internet in italiano, ma farò uno sforzo qualche volta!
c'est difficile pour moi ecrire mon journal internet en francais mais je veux essayer quelche fois!
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luisa in one interesting worl - 20.03.2018 um 06:38:57

 das kann ein leeres hirn nicht 


  


  


  


  


Als ich da mit grosser verspätung im zug am sonntag abend nach hause fuhr, las ich in einem büchlein, das ich mir für zwei euro antiquarisch in wiesbaden gekauft hatte. Es war ein gespräch zwischen dem buddhistischen mönch und bestseller autor mathieu ricard und dem hirnforscher wolf singer. Ich fing an zu lesen, weil da stand es geht um meditation und hirnforschung. Ganz ehrlich: da bemühten sich zwei leute derart hochgestochen daherzureden, dass ich kein wort verstand, ausser natürlich, dass ricard über meditation so sprach, dass man es sich vorstellen könne, z.b. vor einer weissen wand die gedanken loszulassen und leere entstehen zu lassen. Da musste ich plötzlich so lachen. Ich hatte mal einen freund der stand da so an der bar. Als ich sagte: an was denkst du? Sagte er: ich denke an nichts. Tatsächlich. So war er. Er dachte an nichts. Ich schätze mal, dass es männer gibt die einfach sowieso an nicht besonders viel oder an gar nichts denken, drum fällt es ihnen vielleicht leichter leer zu sein? Roll nur deine augen vielleicht findest du da hinten ein hirn?

Ich sass in diesem vollen zug und dachte an die schönheit der natur,an die bayrischen berge, die goldenen felder im alentejo im herbst, die blühenden landschaften im frühling. ans wilde meer und die kleinen strassen von lissabon. Und dann dachte ich wie magisch das doch ist: du bist in einer unangenehmen situation, aber deine blühende fantasie holt dich raus.

When i sat on the train sunday night on my way home, i read a little book, a discussion between mathieu ricard, the buddhist monk and bestseller author and wolf singer, brain scientist. I had bought the book second hand, somehow i'd thought it could be interesting. But honestly: i didn't understand much what with all those specialist expressions and the scientific highflyer boasting. I mean, i understood of course the idea of sitting in front of a white wall, trying to get rid of thoughts and reach emptiness. And suddenly i laughed out loud. Once i had a friend, he stood with an empty stare at a bar and i said: whats going on in your head? And he said: nothing. And indeed. There was nothing. I suppose in some men's brain there is just nothing much going on and they are easily completely empty anyway? Keep on rolling your eyes – maybe you find a brain somewhere back there?

I sat in this crowded train and thought of the beauty of nature, of the bavarian mountains, the golden fields of the alentejo in autumn, the blossoms there in spring, the wild sea, the narrow streets of lisbon. And i thought: how magical is this!! you're trapped in an uncomfortable situation but your flowering imagination gets you out of it!
luisa in one world - 19.03.2018 um 19:52:09

 eingang vom eiscafe röcken 


 friedenstaube 


leipzig war wieder grossartig - leckeres abendessen en famille im "eiscafé röcken",lesung im rahmen der buchmesse in der frauenkultur, zug nach wiesbaden erwischt und es schneite und schneite und schneite. zwei intensive tage im wiesbadener frauenmuseum, wo es spannende kunst- und fauengeschichte-ausstellungen und veranstaltungen gibt. nächstes wochenende z.b. eine erinnerung an verena stefan mit frauen, die ihr nahe standen. sie ist siebzigjährig in montreal gestorben.

mit der bahn heim war dann allerdings die herausforderung. zugausfälle "wegen schnee und eis" hm, man könnte meinen wir sind in sibirien. gibt es nicht jeden winter in deutschland eiskalte tage? wie kommts dass die bahn davon immer so überrascht ist?? jedenfalls kamen aus vermutlich drei zügen reisende in den einen zug nach münchen, die meisten grippekrank oder erkältet. kein vergnügen.

i enjoyed leipzig very much, what with family dinner at the"eiscafe röcken" and reading from my books during leipzig bookfair at the "frauenkultur" - a women's culture hall. caught the train to wiesbaden and it snowed and snowed and snowed. had a workshop and lecture at the women's museum, a fascinating place with great art/women's story-shows.
next weekend there will be an event for verena stefan who died at the age of seventy in montreal.
the train home was a challenge: many delays and cancelled trips because of "ice and snow", i mean we aren't siberia and german rail seems to be completely surprised by winter conditions every year. since there were only a few trains going south, the train to munich was incredibly full. most people coughing and sniffing with flu and colds. not really a pleasure.
luisa in leipzig - 16.03.2018 um 08:09:23

ich melde mich mal kurz aus leipzig (heute 14 uhr lesung frauenkultur). ob es denn nichts wichtigeres gebe, meinen manche, als die banalität der weiblichen benennung. da sage ich: das ist das wichtigste. denn sie ist die spitze des eisbergs. darunter liegt: frauenverachtung, schlechtere bezahlung, ausbeutung, menschenhandel. voll verarschung von frauen. ich hoffe die frauenfeindlichkeit fliegt den selbsternannten herren der schöpfung um die ohren. da fahre ich dann aber nicht meine mütterlichen beschützerinstinkte aus (wenn ein mann angegriffen wird kommen ja gern zehn mütter und verteidigen ihn) sondern stelle mich hin und lache. kaliluja!
luisa in one strange world - 15.03.2018 um 05:49:12

  


Der bundesgerichtshof hat also entschieden: die frau muss ein mann bleiben. Marlies krämer hatte unverdrossen dagegen geklagt, dass sie in der bank als „bankkunde“ und nicht als „kundin“ bezeichnet wird. Der bgh holte umständlich aus und begründete die entscheidung, dass ihre klage abgewiesen wird, mit der total verschwurbelten formulierung: das generische maskulinum ist geschlechtsneutral. Da musste ich kichern. Wie kann ein maskulinum geschlechtsneutral sein? Oder ist es vielleicht so, dass die richter auf dem generischen maskulinumsauge blind sind?

Wir schleppen ja aus dem neunzehnten jahrhundert und sogar aus dem faschismus noch einige altlasten mit. Da drängt sich schon der eindruck auf, dass frauen nicht benannt werden, weil sie eh nicht zählen, im gegensatz zum edlen mann, der überall präsent ist. Oder ist die angst vor frauen so groß dass sie vorsichtshalber einfach nicht genannt werden und damit weniger sichtbar (weniger bedrohlich) sind?
Um es mit luise pusch zu sagen: die kundin ist kein kunde. Auch kein weiblicher.
Die deutsche sprache kennt die weibliche form, sie wird für alles Weibliche eingesetzt, also natürlich auch für frauen. So ist die formulierung "kunde" für eine kundin eben auch grammatisch falsch. Deutsche sprache schwere sprache!



einigkeit und recht und gleichheit für das deutsche mutterland
danach lasst uns alle streben freundschaftlich mit herz und hand
einigkeit und recht und gleichheit sind des glückes unterpfand
blüh im glanze dieses glückes blühe deutsches mutterland.
luisa in one world - 14.03.2018 um 10:32:44

zwei hinweise noch:

am freitag um 14 uhr lese und erzähle ich in der frauenkultur leipzig über "im körper zuhause" und "fett frech und frei".

das thema bespielen wir auch im workshop im frauenmuseum wiesbaden am samstag. am sonntag gibts dazu eine matinee um 12 uhr zum thema.

die frauen von chymorgen in cornwall suchen von 6. april bis ende des monats frauen, die haus und katzen hüten. näheres und fragen an alixx morrigan:

amorrigan7@icloud.com

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