tagebuch / diary
in meinem tagebuch schreibe ich in unregelmässigen abständen über ereignisse, gedanken, träume in meinem leben.
my diary reflects my thoughts, dreams and the events of my life.
fin'ora non riesco ancora di scrivere il diario internet in italiano, ma farò uno sforzo qualche volta!
c'est difficile pour moi ecrire mon journal internet en francais mais je veux essayer quelche fois!
luisa in einer verrückten welt - 22.01.2026 um 09:35 Uhr
weiss der geier
das patriarchat - wenns nicht so grausam wäre, wärs zum lachen: weltweit kämpfen menschen um ihr leben, werden von verrückten und verbrechern bedroht, werden ermordet weil sie ihre haare zeigen, werden von kriminellen gejagt, das klima droht zu kippen, aber in davos "spricht alles nur von macrons sonnenbrille".
luisa in gedanken - 21.01.2026 um 14:40 Uhr
ich während ich nicht auf mich aufpasse
kennt ihr das? jemand, meistens eine frau, sagt diese hohle floskel: pass auf dich auf. ich kann gar nicht sagen wie blöd ich das finde. alles was mir passiert ist, konnte ich überhaupt nicht beeinflussen. ich konnte dann den heilungsprozess beschleunigen und intensivieren, aber dass es passierte konnte ich weder bei dem schweren unfall noch bei dem zusammentreffen mit dem motorradfahrer verhindern. ich finde es hat auch immer etwas besserwisseres . würde man weniger aufpassen wenn eine person das nicht sagen würde? ist es nicht auch fast wie ein fluch - pass auf, dir passiert was. also jedenfalls: sagt das nicht zu mir. da werde ich unentspannt. natürlich ist man mehr gefährdet wenn man viel unterwegs ist, so wie ich. bei dem unfall hatte ich ja sogar eine vorahnung, hätte es aber nicht verhindern können. fazit: es passiert und jetzt setzt die eigene verantwortung, das eigene handeln ein. ich beklag mich eher nicht, aber der frau die uns damals halbtot gefahren hat, hätte ich beinah eine geschmiert, als sie mich aufsuchte und sich bei mir beklagte, wie schlecht es ihr geht.
luisa in der kälte - 19.01.2026 um 08:56 Uhr
ich hatte einen traum, der mich jetzt noch verfolgt. ich fuhr nach spanien. da stand eine person auf der strasse, ich hielt nicht an und fuhr vorbei. als ich nach acenas de la borrega abbog stand diese person da wieder. kein auto hatte mich überholt. sie stellte sich vor mein auto hob die hand und aus ihr fuhr ein lichtstrahl und bohrte ein kreisrundes loch in meine windschutzscheibe. ich sagte im traum: es ist nur ein traum! aber als ich aufwachte, standen mir die haare senkrecht zu berge.
es ist wahnsinnig kalt und feucht. ich glaube es wird zeit, den leuten die nicht an den klimawandel "glauben" zu sagen: es wird nicht einfach heiss. eine neue eiszeit wird kommen. dann wirds richtig ungemütlich. für alle.
luisa in winterschlafmodus - 18.01.2026 um 08:30 Uhr
"eine andere art von wärme" preist eine immobilienfirma portugal an. hm. im sommer bringen 45 grad tatsächlich ein neues wärmegefühl, jetzt, im winter, ist das wärmegefühl definitiv anders, saukalt würde ich sagen. nass und kalt, und die nächte trocken, klar und noch kälter. der vorteil: du brauchst keinen kühlschrank. selbst frischmilch wird nicht sauer. ich erinnere mich an reisen nach london, wo meine schwester ilse 25 jahre lang wohnte - ähnliche wärmegefühle! und zugluft überall. es störte aber kaum. und mich stört auch wenn ich hier bin die kälte kaum. eher habe ich mittlerweile ein problem mit zentralbeheizten wohnungen. es hilft dass ich schon immer gern im bett gearbeitet habe.
wenn wir geschichten von schriftstellerInnen und künstlerInnen lesen, kommt ja praktisch immer die kälte vor, ob virginia woolf in ihrem pittoresken aber feucht-kalten schreibhaus, oder vincent van gogh im gelben haus ohne heizung, in das ihn die künstlerkollegen nicht folgen wollten. ob dora maar in ihrem eisigen haus in südfrankreich oder francoise gilot, die morgens das haus für picasso vorgeheizt hat, bis es ihr zu blöd wurde. ob gertrude stein oder djuna barnes, lena christ oder gabriele münter - alle haben gefroren, mussten immer als erstes einheizen, falls sie geld für brennmaterial hatten. das kann sich heute kaum noch jemand vorstellen, weil alles in mitteleuropa so durchgeheizt ist.
wie viele einheimische fahre ich zum supermarkt wenn ich mich richtig aufwärmen will (im sommer kühlt man sich dort ab)
luisa in gedanken - 17.01.2026 um 07:11 Uhr
ich bin keine wissenschaftlerin. ich spinne, ich spiele, ich springe durch die geschichte, ich finde. eine frau die putzen und tippen kann, erfreut sich natürlich größtmöglicher freiheit, niemandem verpflichtet, von niemandem beauftragt und mit wenig geld zufrieden / ich forsche auf meine art, schaue genau hin, glaube nicht alles, provoziere natürlich dadurch auch. humorlosigkeit halte ich für das größte problem, weil das leben öde ist, wenns nichts zu lachen gibt.
heute nacht war der himmel sternenklar und ich dachte: du siehst die sterne, aber ihr licht war anscheinend eine million jahre unterwegs bevor wir es sehen konnten. was willst du denn da noch behaupten und für immer festschreiben! tatsächlich bin ich mit einem wissenschaftler in einer sache einig: einstein sagte die fantasie ist größer als die wissenschaft. ja sie ist grenzenlos. sie dient keinem herrn, sie unterwirft sich nicht. aber sie ist auch ein wagnis. fürs spinnen gibts keine bestätigung, du musst es aushalten