tagebuch / diary
in meinem tagebuch schreibe ich in unregelmässigen abständen über ereignisse, gedanken, träume in meinem leben.
my diary reflects my thoughts, dreams and the events of my life.
fin'ora non riesco ancora di scrivere il diario internet in italiano, ma farò uno sforzo qualche volta!
c'est difficile pour moi ecrire mon journal internet en francais mais je veux essayer quelche fois!
luisa in gedanken - 13.08.2026 um 14:02 Uhr
sonnenfinsternis - ich blieb im haus, es war einfach zu heiss draussen. schaute mir die sofi auf instagram an. da waren poetische wundervolle bilder und völlig absurde videos z.b. tausende auf dem olympiaberg in münchen, die brüllten und jubelten und, hm, ja wirklich: klatschten. sind die leute denn komplett verrückt geworden? oder vielleicht sind wir in einer art kosmischem wirbel, in dem die grössten idioten und verbrecher das volk anführen, und die menschen hetzen von einem event zum anderen und johlen und klatschen. grausam.
heute morgen wars zum glück wieder schön kühl und ich ging zu den steinen, atmete tief und genüsslich, sang. milchkaffee, tomatentoast. am nebentisch die familie aus der hölle. die alte frau schimpfte auf den enkel, der vater verstummte, der enkel sank ins smartphone, die mutter redete sich und den anderen alles schön und versuchte harmonie herzustellen. als sie den sohn direkt ansprach, nahm er nur einen kopfhörer raus und es wirkte wie: wer sind diese leute? was wollen die von mir? ich musste leider lachen.
kann grad keine bilder ins tagebuch stellen, einige deshalb bei instagram lufr.ancia
luisa in gedanken - 11.08.2026 um 18:40 Uhr
ferien mit den yogafreundinnen in vorarlberg. dann machte ich mich auf den weg. ich übernachtete im flughafen von lissabon und war beeindruckt, wieviele menschen da nachts arbeiten. schlief 3 stunden, nahm morgens ein taxi zum busbahnhof und fuhr mit dem bus vier stunden zu meinem refugium. nachts mag ich kein taxi nehmen - schlechte erfahrungen gemacht. mein erster weg: zum flussbad. sprang rein und schaute den kindern zu, die von der brücke reinspringen. einer machte immer wieder einen anlauf und traute sich nicht. alle lachten. irgendwann lachte ich auch, weils echt komisch war - talente sind eben unterschiedlich. er mag vielleicht kein super schwimmer sein, hat aber talent zum comedian. das flussbad - so weit weg von den problemen der welt. das tut eben auch gut. es gibt hier viel wasser und alles ist grün. die hitze hält sich in grenzen. noch.
luisa in gedanken - 06.08.2026 um 05:47 Uhr
schwierige zeiten - und wir haben eine regierung die offenbar dem gar nicht gewachsen ist. ein kanzler der fröhlich kräht: die welt geht nicht unter, während es überall brennt und seen und flüsse verdorren (er merkts wohl erst wenn seine klimaanlagen nicht mehr funktionieren). ein gesundheitsminister der von sich selbst sagt, dass er davon nichts versteht. ein innenminister der mit den taliban zusammenarbeitet, eine familienministerin, die den familien noch das nötigste wegnehmen will. usw. da krieg ich einen schweissausbruch! ich preise die müllmänner - sie machen einen super job!
luisa in gedanken - 05.08.2026 um 04:53 Uhr
alle bewundern den sonnenuntergang. die schönheit des sonnenaufgangs kannst du ganz für dich haben
wir kamen kostenlos auf dieser schönen erde an. niemand verlangte eintritt, niemand beurteilte uns, niemand sagte: du bist wertvoll, du bist wertlos. alle hatten das gleiche recht hier zu sein - pflanzen, tiere, menschen, geistwesen... wir atmeten, wir tranken, wir ernährten uns. wir schufen schönheit, musik, tanz. wir lebten in der traumzeit. warum es kippte - wer weiss. jetzt wurde alles eingeteilt in nützlich und nicht nützlich, in wertvoll und wertlos. wie es heute ist weisst du ja selbst. lass dich nicht in die vernichtung von hass und hetze ziehen. wir brauchen nicht millionen, milliarden. wir brauchen saubere luft zum atmen, reines wasser, gute nahrung - gar nicht so viel davon, gemeinschaft, lebensfreude, lachen. ja unbedingt: lachen. träume! geh dahin wo menschen das leben feiern, wo du was zu lachen hast.
we arrived on this beautiful earth without paying anything. nobody claimed entryfee, nobody judged us, nobody said: you are precious, you are worthless. all beings had the same right to be here - plants, animals, humans, ghosts... we breathed, we drank, we ate, we created beauty, art, music, dance. we lived in dreamtime. why it went wrong - who knows. now everything got judged and declared useful or useless, precious or worthless. how it is today you know yourself. dont allow anyone to pull you into the space of hatred and chevy. we don't need millions, billions. all we need is clean air to breathe, pure water, good food - not even much, joy of life, community, laughter. yes. laughter. absolutely. dream! go where people celebrate life and laugh.
luisa in gedanken - 03.08.2026 um 15:16 Uhr
der österreichische präsident van der bellen - den und seine frau doris schmidbauer ich sehr schätze - hat über "heimat" philosophiert. er findet, dass sprache heimat ist und mit dem begriff "gefährlicher blödsinn" assoziiert wird. das finde ich auch. allerdings bin ich in mehreren sprachen beheimatet, wenn ich auch das bayrisch so liebe. die kitschnudeln unter den traditionellen menschen wollen heimat partout besitzen, sag ich mal. nach dem motto: du bist hier nicht geboren, das ist nicht deine heimat. ich mag auch die heimat veranstaltungen nicht, die z.b. bayrische musik oder halt anderswo andere verehren und das, obwohl ich so gern jodeln mag, in bayern geboren bin, in meinem bayrischen geburtsort jetzt wohne. ich sehe mich als europäerin, hätte gern einen europäischen pass, der sich vom nationalen unsinn befreit hat und meide menschen, die in nationen denken und sich besser oder schlechter fühlen, weil sie in dieser oder jener nation geboren wurden. wir sind alle bewohnerInnen dieser erde. wir können froh sein, dass wir hier noch leben können / falls wir das können. wir benehmen uns wie unverschämte gäste die alles kaputt machen.
i feel at home everywhere in the world. i don't want to represent a nation and i am totally opposed to nationalism. we are all inhabitants of this earth and we behave really bad, like senseless visitors who destroy everything. its a small miracle that we are still allowed on this earth.