tagebuch / diary

in meinem tagebuch schreibe ich in unregelmässigen abständen über ereignisse, gedanken, träume in meinem leben.

my diary reflects my thoughts, dreams and the events of my life.

fin'ora non riesco ancora di scrivere il diario internet in italiano, ma farò uno sforzo qualche volta!

c'est difficile pour moi ecrire mon journal internet en francais mais je veux essayer quelche fois!

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luisa in gedanken - 21.11.2025 um 12:00 Uhr

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1979 drehte margarethe von trotta "schwestern oder die balance des glücks", drehbuch von ihr und mir mit beiträgen von martje grohmann. die musik: konstantin wecker. ich sagte, dass der keine gute wahl ist, drogensüchtig mit exzessen in seiner wohnung. jetzt: beziehung zu einer 15jährigen? wie bitte? die sz journalistin entschuldigt sich: "johanna" selbst hätte das wort benutzt. aber sie war das opfer. mit 15 konnte sie nicht absehen, was es bedeutet sich mit einem alten mann einzulassen. seit wann nennt man es beziehung, wenn ein weisser alter sehr bekannter mann eine schülerin sexuell bedrängt, mit ihr mehrmals sex hat und sie traumatisiert? wahrscheinlich muss einer nur berühmt genug sein, dass die presse dann halt nicht von sexuellem missbrauch schreibt, sondern von "beziehung". und er jetzt: tut ihm sehr leid! und: kann sich an nichts erinnern, wegen alkohol. na super. aber so wars und vielleicht ist es auch immer noch so, männer bedienen sich, frauen schämen sich. er findet es auch schade, dass die leute jetzt mal wieder nicht über seine musik reden, sondern über diese frau. 

berühmte männer geniessen in der öffentlichkeit viel verständnis für ihr widerliches verhalten. leonardo di caprio und sein hang zu sehr jungen frauen zum beispiel. da wurde eine frau gefragt, vor welchem berühmten mann sie nachts allein keine angst hätte. sie: leonardo di caprio. ich bin 42.


luisa in gedanken - 20.11.2025 um 13:03 Uhr

das noch: der älteste bisher gefundene mensch ist lucy (ca. 3,8 millionen jahre alt) aus dem "afrikanischen graben". eine frau. wikipedia muss die entdeckung aber "first family" nennen. keine familie weit und breit. aber ohne mann kann sich einfach kein wissenschaftler die geschichte vorstellen. die mitochondriale geschichte (nur bei frauen bleiben mitochondrien mit ihrer information aktiv) lässt sich zu lucy zurückführen. dann ist die so(blöd)genannte "mitochondrial eve" also auch nicht 200 000 jahre alt sondern eben 3,8 mio jahre. diese ewige eva immer!!!


luisa in gedanken - 20.11.2025 um 13:03 Uhr

das noch: der älteste bisher gefundene mensch ist lucy (ca. 3,8 millionen jahre alt) aus dem "afrikanischen graben". eine frau. wikipedia muss die entdeckung aber "first family" nennen. keine familie weit und breit. aber ohne mann kann sich einfach kein wissenschaftler die geschichte vorstellen. die mitochondriale geschichte (nur bei frauen bleiben mitochondrien mit ihrer information aktiv) lässt sich zu lucy zurückführen. dann ist die so(blöd)genannte "mitochondrial eve" also auch nicht 200 000 jahre alt sondern eben 3,8 mio jahre. diese ewige eva immer!!!


luisa in retreat - 19.11.2025 um 12:45 Uhr

in your dreams v4

ich forsche. angefangen mit dem katalog "eiszeit" zur ausstellung in stuttgart. für wie blöd halten die uns eigentlich? es gibt eine einzige abbildung eines mannes, also ein sichtbares greifbares zeugnis, in diesem fetten katalog, eine felsmalerei, die explizit einen mann mit einem erigierten penis vor einem tier zeigt. aber: männer, männer, männer. die tausende von steinen und knochen und auch die hunderte von frauendarstellungen bewirken kein radikales umdenken in der archäologie. die frauen, die in vorauseilendem gehorsam verkündeten in catal hüyük gabs kein matriarchat, werden jetzt durch genetische spuren eines besseren belehrt. man hätte das allerdings auch so merken können: frauen und kinder werden unter der herdstelle bestattet, männer ausserhalb der siedlung. ach mei. ich kann gar nicht sagen, wie es mich nervt durch den patriarchalen archäologiesumpf zu waten. zur erholung habe ich natürlich maria gimbutas, die erstmal von den wissenschaftlern als nicht wissenschaftlich diffamiert wurde, bis jetzt eine neue generation von forscher*innen ihr recht gibt. ich bin übrigens nicht wissenschaftsfeindlich, ich bin preudowissenschaftsfeindlich, ich fresse es nicht, wenn nur geforscht wird, was für die leute rauskommen soll, die die forschung finanzieren.  und wirklich wütend werde ich, wenn leute nachträglich ergebnisse einer ausgrabung / entdeckung (frau vom hohle fels) frisieren. warum ist es wichtig? wenn frauen aus der geschichte herausgeschwiegen werden, wird es auch schwerer für uns in der gegenwart recht zu bekommen.  es heisst ja immer, die männer sollen froh sein, dass wir frauen nur gleiche rechte wollen und nicht etwa rache. hm.


luisa in einer wunderschönen welt - 18.11.2025 um 08:25 Uhr

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doch. ich erinnere mich immer wieder daran, dass es viele wirklich erfreuliche menschen gibt. mich irritiert zwar, wenn frauen so wahnsinnig schnell sprechen wie heidi reichinnek oder luisa neubauer, aber das sind richtig gute frauen, die immer wieder den finger in die wunde legen. oder greta thunberg, die wird ja geschmäht, verachtet, lächerlich gemacht - und doch würden du und ich nicht wagen, was sie wagt. oder britta hasselmann, die sich "von männern nicht mehr die welt erklären lässt" und die "omas gegen rechts", die lehnen sich nicht gemütlich zurück und fressen die scheisse, die uns allen serviert wird. natürlich kann man sich fragen was es bringt. aber was wäre denn bitte, wenns kein gegengewicht mehr gäbe zu korrupten, kriminellen, mörderischen politikern. würden sich alle in der vernachlässigung und unterdrückung einrichten und es normal finden? 

das problem: es findet ein großes ablenkungsmanöver statt, an dem die medien fleissig mitarbeiten. da werden zum hundertsten mal migrant*innen thematisiert, aber wie politiker die steuerzahler*innen abzocken - da kann kein heiratsschwindler mithalten!

t.c.boyle sagt bei der vorstellung seines neuen buchs, menschen sind affen, tiere. nein. sind sie nicht. denn kein tier, kein affe würde seine eigene vernichtung minutiös organisieren, angefangen von der vergiftung der luft, des wassers, der nahrung bis zu kriegen. kein affe hat massenvernichtungswaffen erfunden. wenn eine fliege immer wieder gegen die scheibe fliegt, sagen wir wie blöd ist die denn. menschen sind schlimmer. sie sagen: ein lernprozess muss weh tun.

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