tagebuch / diary

in meinem tagebuch schreibe ich in unregelmässigen abständen über ereignisse, gedanken, träume in meinem leben.

my diary reflects my thoughts, dreams and the events of my life.

fin'ora non riesco ancora di scrivere il diario internet in italiano, ma farò uno sforzo qualche volta!

c'est difficile pour moi ecrire mon journal internet en francais mais je veux essayer quelche fois!

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luisa in rückzug - 03.12.2020 um 07:45 Uhr

neunholz bündel

mein neunholz

ich zieh mich ein paar tage zurück aufs land - ohne internet.

i take a break in the country - without internet


luisa in rückzug - 03.12.2020 um 07:20 Uhr

vorbeugen ist besser als heilen - hinter dem rücken ellbogen ergreifen tief einatmen und ausatmend so weit nach vorn beugen wie es angenehm ist
grab your ellbows behind your back inhale deeply and exhaling bend forward as far as it's comfortable for you

vorbeugen ist besser als heilen

corona ist kein killervirus. corona macht sichtbar wo die prioritäten in der modernen gesellschaft liegen. schon vor corona wurden die zum teil grauenhaften zustände in altenheimen öffentlich. die alten - abgeschoben, verwahrt, verloren, vernachlässigt, verzweifelt. im todestrakt. ihr einziges verbrechen: alter. mag sein dass es schöne altenheime gibt, gern auch "residenz" genannt, aber machen wir uns doch nichts vor: das altenheim ähnelt dem gebäude mit der "porte sans retour" der tür ohne rückkehr auf der insel gorée/senegal. dort wurden sklaven nach amerika verschifft. wer im altenheim ist und sei es noch so hübsch, kommt da nicht mehr raus. welche achtzigjährige person bekommt noch einen mietvertrag, steigt noch aus dem altenheim aus ins leben? personalmangel führt dazu, dass alte menschen in windeln in ihren exkrementen rumliegen, wundbrand bekommen, dehydriert sind. dann kommt corona und - überraschung: mehr als die hälfte aller verstorbenen waren altenheimbewohnerInnen. die menschen, die angeblich "geschützt" werden sollen, werden in wirklichkeit geopfert.

dazu auch mein buch: "wer nicht alt werden will muss vorher sterben"

corona isn't a killer virus. corona shows where the priorities in modern societies lie. even before corona the horrendous conditions in many old peoples' homes became public knowledge. the old ones - pushed aside, isolated and controlled, lost, neglected, in despair - on death row, their only crime: age. of course there are pretty old peoples homes, often called "residence", but lets be honest: an old  peoples' home is like the house on the isle of gorée/senegal with the "porte sans retour" the door without return. from there slaves were transported to america. those who are in old peoples homes, pretty as the homes might be, won't be able to escape from there. which eighty year old person will be able to rent a flat, to return into life? lack of staff leads to terrible conditions what with old men or women lying in their excrements all day, getting sores and open wounds, being dehydrated. and here comes corona - surprise: more than half of all deceased persons who died of corona  were inhabitants of homes for old people. the truth is: governments claim to want to protect old people, but in reality they are sacrificed.


luisa in dream office - 02.12.2020 um 05:44 Uhr

wolken ziehen vorueber v4

wer zur quelle will muss gegen den strom gehen - alte binsenweisheit. aber was bedeutet es?  in erster linie bedeutet es für mich: gegen die vorstellung von zeit zu gehen. die zeit scheint ja vorwärts zu laufen und wir drehen uns um und schauen nach hinten, was schon alles gelebt, erfahren, erlitten wurde. folgen wir den sibirischen tschuktschen schamaninnen, dann gibt es aber die zeit gar nicht. denn sie sagen: alles geschieht immer jetzt. wenn du etwas erzählst geschieht es (wieder). bleiben wir im jetzt, dann ist die quelle der atem. wenn ich atme BIN ich. je tiefer und bewusster ich atme, desto lebendiger werden die zellen in meinem körper, desto intensiver wird die wahrnehmung des lebens. die quelle ist für mich also JETZT. die überwindung von zeit und raum im atem.

heb mit dem einatem die angewinkelten arme vor dem körper bis zur brust  und lass sie mit dem ausatem wieder sinken. mehrmals wiederholen. zum schluss einatmend die arme hoch über den kopf heben, ausatmend mit den armen einen grossen kreis nach unten beschreibend - den mond umarmen.  die handflächen vor der brust zusammenlegen. dann mit lockerer faust das brustbein klopfen, thymusdrüse wecken - immunkraft einladen.

 

if you want to find the source you have to go against the current -  old commonplace wisdom, but what does it mean? for me in first place it means to live against the imagination of time. time seems to flow forward and we turn back and look into the past at what we experienced, suffered, lived. but if we follow the wisdom of siberian shamans time doesn't exist. everything happens now. if you recount or retell something it is happening NOW. if we stay in the experience of now the source is the breath. breathing i AM. the more and deeper i let the breath flow in and out the more alive the cells of my body become, the more intense the perception of life becomes. the source is NOW for me. the overcoming of time and space lies in respiration.

lift your slightly bent arms in front of your body inhaling up to your breast, exhaling let them sink again. repeat a few times. finishing lift the arms high up over your head inhaling and exhaling hug the moon - letting your arms come down in a big circle. put your palms together in front of your breastbone. then gently tap your breastbone waking up the thymus gland - inviting immunepower.


luisa in rückzug - 01.12.2020 um 07:07 Uhr

auf der degerndorfer hoeh

de holzhauser san so katholisch sogar de nähmaschin am maibaum is vom pfaff

de holzhauser san so katholisch bei denen ist sogar die naehmaschine am maibaum vom pfaff



annamirl



ich ging zu meinem alten kraftplatz



da war der volle mond am himmel

das schlimmste an der corona pandemie ist der allgemeine verlust der fantasie, der lebensfreude, der eigenverantwortung. alles starrt auf zahlen. ich besuchte also meinen alten kraftplatz, die wegkreuzung im wald, und drehte mich im kreis bis mir so schwindlig war, dass ich hinfiel. da sass ich und lachte. ich rief hekate. was gibts so wichtiges? fragte sie. könntest du nicht die coronaviren einfangen? fragte ich. wenn du die menschen einfängst, fange ich die corona viren ein, sagte sie und lachte. ich machte die augen zu und spürte hinein in die welt der kleinen völker. es fühlte sich gut an. dann fing ich an zu frieren und sammelte zweige für ein neunholz. das neunholz wurde in früheren zeiten im alpenraum gesammelt, gebunden und im haus aufgehängt für gesundheit und glück. leg deine hand einmal drauf, sagte ich zu hekate. sie warf mir ein wollknäuel hin, aber als es runterkam wars ein stein. ich wich aus, sie nickte mir zu und legte eine hand auf meinen kopf und eine auf das bündel. ich fing an zu singen, das kinderlied vom heilen:

heile heile segen, drei tage regen, drei tage schnee und jetzt tut nichts mehr weh.

dann besuchte ich annamirls grab, brachte ihr ein zweigbündel mit einer gelben rose und besuchte auch meine wahlverwandschaft.  wir hatten ein wahres corona kaffeekränzchen, ein haushalt, eine besucherin von draussen, alle drei bis vier meter entfernt. das war wirklich lustig. lachend fuhr ich heim.

 

the terrible thing about corona is the loss of imagination, of joy of life, of responsibility. everyone stares at numbers. i visited my old place of power, a crossing of three paths in the woods, i turned around in a circle until i was so dizzy that i fell down. so there i sat and laughed. i called the goddess hekate. what's so important? she asked. couldn't you catch the corona virusses? i asked. if you can catch all the humans i shall catch the virusses, she mocked me and laughed. i closed my eyes and felt into the world of the little people inside me.  good feeling. then i was getting seriously cold, got up and gathered nine twigs for a magic bundle. there is a tradition in the alps to tie nine twigs together and put it somewhere at home for good fortune and health. put your hand on it just once, i said to hekate. she threw me a ball of wool but when it came down it was a stone. i ducked and got away, she nodded put one hand on my head and one on the bundle of twigs. i started to sing a bavarian song about healing.

then i visited annamirls grave and gave her a small bundle i had picked up on the way with a yellow rose and went to my old extended family, we drank coffee together,  the way we have to do nowadays: one household, one visitor from outside, three to four meters of distance. it was absurd and funny. i went home laughing.


luisa in gedanken - 29.11.2020 um 12:22 Uhr

ich nehme doch stark an, dass meine leserInnen wissen, dass ich seit den späten 70erjahren meine arbeit den so genannten hexen gewidmet habe und die verbrechen der kirche recherchiere, also regt euch wieder ab. mutwillig haben wir uns nicht in diesen eisenstuhl reingesetzt und haha "hexen" gespielt. mein dokumentarischer spielfilm kann über das filmmuseum münchen bestellt werden. ich stelle immer wieder fest dass die frauen am lautesten schreien, denen das thema meiner einträge im grund am arsch vorbei geht, die sich aber gern aufregen wollen. und auch das sei euch mitgeteilt: wer mich ein paarmal blöd beschimpft landet automatisch im spam. das seh ich dann gar nicht mehr.

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