Das Auge

tagebuch / diary

in meinem tagebuch schreibe ich in unregelmässigen abständen über ereignisse, gedanken, träume in meinem leben.
my diary reflects my thoughts, dreams and the events of my life.
fin'ora non riesco ancora di scrivere il diario internet in italiano, ma farò uno sforzo qualche volta!
c'est difficile pour moi ecrire mon journal internet en francais mais je veux essayer quelche fois!
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luisa in münchen - 05.07.2015 um 10:48:05

 feira da ladra lisboa 


 am meer bei estoril 


 amy graffiti 


  


  


Die große anstrengung der letzten lebenstage meiner mutter, der trauer, des aufräumens ist vorbei. Die hilfsmittel sind abgeholt, alles ist aufgelöst und weggeworfen, was aufgelöst und weggeworfen gehört. Jetzt spiele ich mit der wohnung. Bürgerliches wohnen ist nicht gerade die kunst die ich am besten kann. Was mache ich mit den dingen meiner mutter die noch da sind? Da ist diese rührend hässliche große schrankwand. Sie hat mal viel geld gekostet, der fernseher steht da drin, die gläser, das geschirr, in den schubladen die dokumente, das nähzeug. In dem klappfach der alkohol. Ich schaue den schrank an und muss lachen und weinen. Er hat mum viel bedeutet weil man so viel drin verstauen kann. Ich stelle ein paar von meinen göttinnenfiguren ins offene fach und beschließe, ihn noch eine weile zu ehren. Das sofa - absolutes lieblingsteil meiner mutter, wie oft seufzte sie „aah mei diwan“!es wurde vor jahren vom vater einer freundin „aufgerichtet“, ist wirklich uralt, fünfziger jahre, saubequem und komplett uncool – ich behalte es, stelle die zwei teile zusammen zu einer großen wilden doppelbett liegefläche. Ich arbeite ja am liebsten auf dem bett im schneidersitz.
Das herzstück des ehemaligen wohnzimmers ist der sessel von der oma, der sich in zwei stufen nach hinten klappen lässt und so zum liegestuhl wird. Meine mutter hat sich geweigert sich auch nur probeweise da rein zu setzen, meine oma saß wohl ihr halbes leben drin. Diesen sessel liebe ich über alles.. der ist eigentlich so hässlich dass er schon wieder cool ist. Kein gebot des guten geschmacks wird mich dazu bringen, den sessel rauszuschmeissen. Und dann ist da noch der schwere riesige tisch. Ich hab ihn an die wand gerückt da sieht er nicht so bedrohlich aus mit dem ex-ddr design stuhl davor den val mir gegeben hat, und den ich sehr mag. Allerdings nahm mum ihn mir weg als sie noch lebte weil er bis zum schluss ihr lieblings stuhl war.
Die nachbarin war da und sah sich erschrocken um. Ja, man kann die teile einer bürgerlichen welt durchaus befremdlich kombinieren.

The overwhelming effort and work during mum's last weeks in life, grieving and sorting out stuff – all over. The bed, toilet chair, walking aid, bathtub lift ecc have been picked up by the firms. Now i'm playing with the appartment. Bourgeois living isn't the art i'm good at.
What shall i do with mum's things that are still here? There is this touchingly ugly wardrobe along one wall of the living room, it contains television, glasses, cups, plates ecc. There is one part for the booze. Three enormous drawers hide the paperstuff and sewing kit and there is an open space in the middle. I put some of my goddess figurines there and decided to keep the monster for another while because it makes me laugh and cry.
And there is the fifties sofa, another ugly but sweet thing, totally comfortable. It had been restored by the father of a yoga friend years ago and was mum's idea of a snug home. Often she sighed „ah, my diwan“. I put the two parts together and now it makes a big kind of double bed comfort zone with the indian bedspread. this is the perfect workspace for me since i always work in bed in half lotus.
The heart of the former living room was gran's chair. You can move it backward in two positions so it makes kind of a deckchair. Mum never sat in it, she hated it. But it was granny's favorite. She lived in it half of her life. I love that chair more than anything of the old stuff. No law of good taste will urge me to chuck it out. It's so ugly that it's actually cool. The table – heavy, large, sixties too – i put to the wall, it looks less threatening there with the pretty design chair from ex-east germany val gave me. I like the chair a lot but when mum still lived she took it from me because it was her favorite place in the end.
Mum's card playing neighbour came and looked shocked. Yes, it's possible to combine bourgeois items in a bewildering way.
luisa in münchen - 04.07.2015 um 10:47:30

die telekom ist mir wirklich ein rätsel. wenn du raus willst, lassen sie dich nicht, willst du aber drinbleiben, schmeissen sie dich raus. ich wollte den anschluss meiner mutter samt internet auf mich umschreiben lassen, am telefon sagte der bearbeiter "kein problem, ist notiert, ich schicke ihnen das formular zu". naja, poststreik. und am 30.6. um mitternacht war der anschluss tot.
es dauert noch ein weilchen bis ich wieder internettauglich bin.
luisa in one world - 01.07.2015 um 16:40:00

ich hab grad kein internet, kein festnetz und bin überhaupt ein bisschen aus der welt gefallen. später mehr.


luisa in one world - 28.06.2015 um 13:53:48

  


  


  


  


  


frische kirschen auf dem markt gekauft
so viele gegessen bis ich bauchweh hatte
42 grad im schatten
die wespen lassen sich auf mir nieder und trinken meinen schweiss

fresh cherries from the market
i ate so many i got tummy ache
42 degrees celsius in the shadow
the wasps sit on my skin and drink my sweat

luisa in transition - 24.06.2015 um 11:19:59

  


 da geht die sonne unter 


 da schwimmt der mond herbei 


 da schwimme ich gleich 


ich tauche ab
ich will im mondlicht erinnerungen zappen
bezaubert durch zistrosenhaine tappen
und mich fragen
was wenn?

i withdraw from it all
i want to zap through memories
walk through cistus groves
enchanted
and ask myself
what if?

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