Das Auge

tagebuch / diary

in meinem tagebuch schreibe ich in unregelmässigen abständen über ereignisse, gedanken, träume in meinem leben.
my diary reflects my thoughts, dreams and the events of my life.
fin'ora non riesco ancora di scrivere il diario internet in italiano, ma farò uno sforzo qualche volta!
c'est difficile pour moi ecrire mon journal internet en francais mais je veux essayer quelche fois!
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luisa in one world - 25.05.2017 um 10:22:28

 abends ein gewitter 


 die haubenlerche singt den tag an 


Auch so ein mythos: einheimische. „wir haben mit einheimischen gesprochen!“ toll. „wir essen da wo die einheimischen essen“. Was die einheimischen hier essen ist für mich ehrlich gesagt nicht immer verdaulich, schweinefleisch mit muscheln zum beispiel. Die einheimischen haben leider einen sehr anderen geschmack als ich (doch ich liebe alentejo suppe).
Der dorfladen ist natürlich super, aber ich kaufe auch sehr gern bei „intermarchè“ ein, das ist eine französische supermarktkette, die haben leckeren käse, biomilch und bio putzmittel. Bio ist für die einheimischen kaum ein thema. Obwohl wir eine kläranlage haben, die nur mit sand, steinen, kohle und anderen naturmaterialien arbeitet, hauen sie natürlich ihre giftigen putzmittel ins klo. Putzen ist heilig. Ständig wird gewischt, gefegt, haus, garten, hof, strasse geputzt. Ich putze schon auch, muss man, es gibt einfach viel sand und staub, schwalbenscheisse, hundedreck. Wenns regnet steigt die möglichkeit dass wände feucht werden. Lüften ist eine gute alternative zu dem gift das monsanto hier neuerdings einbringt. Und natürlich: kalk statt plastikfarbe, kalk ist gut gegen schimmel, hält viecher ab und macht gutes klima – und das wissen die alten frauen hier sehr genau, während die jungen lieber die plastikfarbe nehmen, weil sie besser deckt. Die alten streichen halt zweimal im jahr die wände.Ich auch.

A great myth: the natives. „we spoke with natives“ big deal! „we eat where the natives eat“ - not necessarily. For me the alentejo dishes are not always digestible, like pork meat with mussels/clams. The natives – alas! - have quite a different taste to my own (yes, i love alentejo soup).
The little shop in the village is brilliant but i must confess i quite enjoy what „intermarché“ the french supermarket offers: good cheese, organic milk and cleaning/washing liquids which are managable for the environment. Organic? Hardly an issue here. The sewage of the village is cleaned with coal, sand, rocks and other natural ingredients. But the village people chuck their poisonous household cleaners in the loo all the same. And cleaning is sacred. There is a constant washing, brushing, cleaning, scrubbing of houses, terraces, cars and even the street going on. I do a lot of cleaning too, there is simply too much dust, dirt, dogdirt, swallow shit ecc. when the weather is bad the possibility of damp walls rises. Airing the place is a good alternative to the crap monsanto is introducing here now. And chalc for the walls of course. Holds the mould at bay and insects don't like it. The old women here know it well, but the young ones prefer plastic paint for the walls because it covers spots better. The old women whitewash their walls twice a year. So do i.
luisa in one beautiful world - 24.05.2017 um 09:34:42

  


Im yoga geht’s ja immer darum beim eigenen empfinden zu sein, nicht zu weit zu gehen und nie in den schmerz. Da musste ich gestern - ursual aus der schweiz ist da und kam zum yoga mit - an meine schulzeit denken. Turnunterricht: wie – eigenes empfinden? Ein kind hat kein empfinden zu haben und den anweisungen der lehrerInnen zu folgen. Bockspringen! Folter! Ich war klein und dürr und landete immer immer sehr schmerzhaft auf der kante, dann wurde ich vor der klasse geschimpft dass man es so eben nicht machen darf.
Oder völkerball, dieses killerspiel. Zwei teams in zwei feldern schiessen alle gegnerInnen ab. Ich wurde nie gewählt, immer sofort abgeschossen und war dann hinten zufrieden. Schoss niemand ab, traf auch nicht. Ich fiel oft in ohnmacht und wurde nach hause getragen. Im laufen war ich die beste – flucht war ein willkommener reflex. Ich lief 11,6 auf 100m und sollte zu den bundesjugendspielen, gefördert werden, hatte aber keine lust. Daran dachte ich, als wir in wunderbarer entspannung lagen und ich froh war, dass ich jetzt eine andere art von kindheit erleben kann.

In yoga it's all about not going too far, never ever into pain. I was thinking about schooldays yesterday in yoga, ursula from switzerland visited and came along to yoga. Sports lessons in school: never go too far and stay with your own feelings? Children are not supposed to have their own feelings and evaluations. Follow the order of teachers. We had to jump over a fat leather body with four high legs. I was skinny and small and invariably landed on the edge of the monster on my pubic bone, very painful, and then was told off that i was doing it the wrong way.
And there was this ball killer game where two teams fought another and shot the „enemy“ with the ball. I was never elected, immediately shot, stayed in the back quite happily, never shot anyone myself. I often fainted and was carried home. But in running i was the best, flight was a welcome reflex. I did 100 meters in 11,6 seconds, was supposed to get good training and participate at competitions but i didn't want to.
That's what i thought about when we lay in relaxation and i was so glad i can live a different kind of childhood now.
luisa in one world - 23.05.2017 um 17:48:07

  


träumen ist die antwort der göttin auf arbeit. träum weiter ist meine neue arbeit

dream is the goddesses answer to work and "dream on" is my new work
luisa in one beautiful world - 22.05.2017 um 11:12:30

  


eine leserin schreibt mir, sie habe diesen spruch an ihre tür gehängt:
a reader writes, she stuck this quote to her door:

of course i talk to myself. sometimes i need an expert advice
(natürlich führe ich selbstgespräche. manchmal brauche ich den rat einer expertin)
luisa in one interesting worl - 21.05.2017 um 18:55:15

  


Selbstgespräche sind total tabuisiert: schau die arme, einsame alte frau, die redet mit sich selbst. Ich könnte jetzt sagen: die hat wenigstens eine, die ihr engagiert zuhört, die ihr was erzählt was sie wirklich interessiert.
Aber was ich eigentlich sagen will: es ist total spannend, mal die lautstärke aufzudrehen und die gedanken hörbar zu machen. Sie verändern sich nämlich, während man sich selbst zuhört. Viele meiner projekte (die dann auch gelungen sind) fingen mit einem selbstgespräch über die einzelheiten an. Und was das besorgte volk davon hält – das interessiert doch wirklich überhaupt nicht. wer wird dich noch aufhalten können, wenn dir das mal alles wurscht ist?

To talk to yourself is a complete no go: look at this poor, lonely old woman how she talks to herself. I could say: but she has at least one person who listens intensely, who tells her something that's really interesting.
But what i want to say is this: it's so exciting to turn the volumne up to hear your own thoughts. They change while you listen to yourself. Many of my projects – which succeeded – started with talking to myself about them. And what some people may think about it – isn't interesting in the least. Who will be able to stop you once all this doesn't bother you anymore?

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