Das Auge

tagebuch / diary

in meinem tagebuch schreibe ich in unregelmässigen abständen über ereignisse, gedanken, träume in meinem leben.
my diary reflects my thoughts, dreams and the events of my life.
fin'ora non riesco ancora di scrivere il diario internet in italiano, ma farò uno sforzo qualche volta!
c'est difficile pour moi ecrire mon journal internet en francais mais je veux essayer quelche fois!
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luisa in one beautiful world - 26.06.2017 um 07:00:07

 sauberes wasser 


 bayrische berge 


 dahoam 


In irgendeiner kultursendung sprachen zwei frauen darüber was „typisch deutsch“ sei. Ich glaub das gibt’s gar nicht mehr. Denn „typisch deutsch“ geht immer noch vom biertrinkenden übergewichtigen klein/mittelstandsbürger und seiner hausfrau aus, die gibts natürlich auch in england, österreich, in der schweiz.... Typisch deutsch ist doch mittlerweile auch der bayrisch sprechende afrodeutsche briefträger, die osteuropäischstämmige deutsche altenpflegerin oder der/die charmant deutsch sprechende europäer/in. Mit dem handtuch eine liege reservieren – das machen auch nicht deutsche menschen. Biertrinken, fussballschauen – geschenkt, wenn auch das deutsche bier echt speziell ist. Früher hätte ich gesagt typisch deutsch ist der putzfimmel, aber den gibt’s auch in portugal.
Aber was in deutschland sehr verbreitet ist: besorgnis, lebensangst. Als meine schwester aus ihrem 25jährigen englandaufenthalt zurück nach deutschland kam, war das zimperliche das was ihr am meisten an deutschland auffiel.

Aber ist es nicht wunderbar, dass sich die nationalen stereotypen so langsam auflösen!? Ich fühle mich der internationale der frauen zugehörig, spreche fünf sprachen und zwei muttersprachen, habe teile meines lebens in anderen ländern als deutschland/bayern verbracht und wenn ich „deutsch“ höre, assoziiere ich jetzt: Brot! Krankenkasse! Drei artikel: der die das, mit denen deutsche vor allem beim weiblichen „die“ ein problem zu haben scheinen.

In a culture program on tv two women discussed „typically german“. I think that is not an issue anymore. German – it used to be the overweight beer drinking petty bourgeois and his housewife, but that's also very british, austrian, swiss, french.... Typically german today can be the afrogerman postman, the easteuropean-german nurse, the european (speaking german in an charming way). To reserve a sunlounger in a hotelgarden with a towel used to be typically german – but other nationals now do it too. Beer, football – its international - although german beer is indeed very special. Some time ago i would have rated the obsession for cleanliness typically german, but now i know it is quite common even in portugal.
When ilse came back from a 25year life in england the first thing she noted in germany was german angst.

But isn't it wonderful that national stereotypes are about to disappear?! I for instance belong to the internationale of women, I speak five languages and two mothertongues and spent great parts of my life outside of germany. When i hear „german“ today i associate it with „krankenkasse“(health insurance), bread, three articles for male, neutral and female, although the female article seems to be a problem for many germans, they just name everything with the male article.
luisa in one magical world - 25.06.2017 um 07:40:26

  


Während ich von dem nachmittag beim verein brustgesundheit-chiemgau heimfuhr und daran dachte wie stark und wie wunderbar eigentlich frauen sind, obwohl sie ständig in ihrer kraft behindert oder ignoriert werden, zischten autos an mir vorbei, denen achtzig stundenkilometer anscheinend nicht schnell genug waren. Als es mir zu blöd wurde bog ich zum pelhamer see ab und sprang hinein, einfach wunderbar, die sonne ging unter, eine frau kam mit ihrer kleinen tochter. Die hatte so ein pinkes kleid an „glitzer!“ sagte sie stolz. Ich nickte. Auf der bank sass eine in eine wolldecke gehüllt bei der hitze. Beinah hätte ich geweint, aber ich trocknete mich ab und hatte hunger. Alle wirtshäuser waren überfüllt. In halfing gabs ein feuerwehrfest mit flohmarkt. Ich fuhr langsam vorbei. Bloss nicht aussteigen und verbrannte würstl essen! Ich fuhr über katzbach und katzenreuth, das hätte mum gefallen. Daheim machte ich mir rührei mit tomaten, sass auf dem balkon. Im traum parkte ich das auto auf einem hügel. Als ich ausstieg war hinter mir eine tiefe schlucht und ich wäre beinah abgestürzt. Über dem auto schwebte die göttin maat. Jetzt sag mir mal wie man in dieser welt ein federleichtes herz bekommt! rief ich. Im zweiten anlauf, sagte sie.

While i was driving home from an afternoon with women at the centre of breast health care i thought how wonderful women really are although constantly obstructed in their female power or ignored, cars raced past me, eighty kilometres per hour weren't fast enough for them obviously. When i got fed up i turned left and went to pelhamer see, jumped in, wonderful!, the sun went down, a woman came with her little daughter in a pink dress, glitter! she said proudly. I nodded. There was a woman sitting on the bench pulling a woollen blanket around her body in this heat. I almost cried. But i was hungry and rubbed my body dry. All the country inns and pubs were crowded. In a place called halfing there was a party of the firefighters and a fleamarket. I passed it slowly, didn't want to get out and eat burnt sausages. I passed katzbach and katzenreuth, mum would have liked that. At home i prepared scrambled eggs with tomatoes and ate it on the balcony. In my dream i parked the car on a hill but when i got out there was a deep ravine behind me and i almost fell. The goddess maat hovered above the car. Now you tell me how one can get a heart as light as a feather in this world, i called out to her. At the second attept, she said.
luisa in one absurd world - 24.06.2017 um 06:55:41

  


Mir ist aufgefallen, dass deutschland gern öko sein will und die deutschen sich auch für umweltfreundlich halten.Überall heisst drum jetzt: keine plastiktüten mehr und tatsächlich gibt’s z.b. bei rewe (den mag ich, viele regionale produkte) keine plastiktüten an der kasse. Aaaaber: seit es keine tragetüten aus plastik mehr gibt scheint mir dass die kleinen dünnen tüten, die es bei obst und gemüse gibt, stärker und größer geworden sind. Tatsächlich haben sie auch tragegriffe und man kann den halben einkauf darin tragen. Und leider gibt’s diese tüten, die vielleicht noch fieser und nicht biologisch abbaubar sind, auch beim naturkostmarkt und in bio läden.
Resi sagte mir, dass sie in ihre kleine natur kläranlage kein recycle-klopapier tun darf – wegen der giftigen klebstoffe nämlich.Auch die braunen papier einkaufstüten sind schädlicher für die umwelt als die plastiktüten. Da meinst du, du tust was gutes und kaufst recylce klopapier und nimmst papier tüten, aber wirklich umweltfreundlich ist eigentlich nur: eigene taschen und weniger statt mehr.


I noticed that germany tries to turn organic and many germans think they live environmentally friendly. That's why there are hardly any plastic bags in supermarkets anymore. But! The very thin plastic bags at the fruit and vegetable departments are now bigger and have handles. These bags – probably an even greater problem and not bio degradable – can be found even in the organic food shop.
Resi told me that she is not allowed to use recycled toilet paper in her natural sewage treatment plant, because the adhesives are poisonous and so are by the way paperbags (instead of plastic bags).
You think you do the right thing when you buy it, but its worse than plastic. The only thing that's environmentally acceptable: use your own bags. And: less instead of more.
luisa in one world - 22.06.2017 um 07:37:57

 ausstellung kunstfoyer versicherungskammer münchenvon peter keetmann gestaltete welt 


 baden 


 flickr frauen treffen 


 fronleichnam 


 bei resi im garten 


  


  


Mit kindern läuft etwas wirklich schief. Sie werden wie kleine ausstellungsstücke in kinderwägen gefahren oder hängen irgendwie unmotiviert von erwachsenenkörpern runter. Wenn sie sich auf irgendwas am gehsteig konzentrieren wollen heisst es „komm, wir haben nicht so viel zeit“, sie werden an mutter und väter-händen die strassen entlang gezogen bis sie endlich etwas eigenständigkeit erlangt haben und widerstand leisten. Dass sie sich dann in der schule schlecht konzentrieren können ist eigentlich kein wunder. Auf sie wartet eine welt, die mit menschen nichts mehr am hut hat. Schon wird an menschenähnlichen robotern gebastelt, alles läuft auf die komplettdigitalisierung hinaus.

So kompliziert natürlich auch unsere kindheit war – wir konnten barfuss hinauslaufen in den wald, niemand fuhr uns zum ballett, zum reiten usw. wir spielten einfach, waren uns selbst überlassen, entdeckten die welt, taten natürlich auch viele dinge die die erwachsenen nichts angehen. Wir waren eben nicht so total überwacht.
Dieser sommer ist irgendwie ein kindheitssommer: hinaus! Kinder hier auf dem land gehen allein zum baden, laufen barfuss, schreien vor vergnügen und vor schreck, freuen sich über die sonne, das wasser, die anderen kinder. Und wir? Hinaus zu den vielen seen, in den wald, mit dem rad fahren, hunger haben, reinhauen!


With kids there is something seriously going wrong. They are treated like little pieces of an exhibition in their posh prams or hang in a peculiar way from some grown up's body. When they try to concentrate on something on the boardwalk it's: come on we don't have so much time. They are being dragged along glued to mother's or father's hand until they achieve some independence and start to resist. It's not really a surprise that they can't concentrate so well at school after all they've been through. They are met by a world that isn't so interested in humans anymore. Humanoid robots are on their way and everything is about to be completely digitalized.
As complicated as even our childhood may have been – we could run along barefoot into the woods and play, nobody controlled us, nobody drove us to ballet, to horseriding ecc. We played and were left to ourselves and of course did things grown ups wouldn't want to know.
This summer is like a summer in childhood, children walk/cycle on their own to the many lakes, play, scream with pleasure and horror, enjoy the sun, the water and the other kids. And we? Out into nature, swim, cycle, and we get hungry and dig into delicious food.
luisa in one world - 19.06.2017 um 07:45:26

  


Wie alle bin ich total schockiert von den bränden in portugal. Als ich mit ilse durch die region von pedrogao grande gefahren bin sagte sie: wo die feuerwehr so grosse häuser hat würde ich nicht wohnen wollen. Es brennt tatsächlich fast jedes jahr in den bergen rund um pedrogao, die wunderschön sind, aber eben auch viele nadelwälder, eukalyptuswälder haben. Wer da vor dem feuer flüchten will fährt auf strassen die rechts und links von diesen brennbaren bäumen gesäumt sind. Dort sind auch die meisten menschen gestorben.
Und das ist es was ich nicht verstehe: nadelbäume und eukalyptusbäume enthalten viele ätherische öle, die förmlich explodieren wenns brennt. Landwirtschaft ist mir ein rätsel: bei uns in deutschland die brunnenvergiftende gülle, die intensiv landwirtschaft mit kühen und schweinen, im sehr trockenen portugal die riesigen feueranfälligen waldflächen, eukalyptusplantagen oder auch die weinfelder, neuerdings sogar auch maisfelder, die sehr viel wasser brauchen. Warum kann die landwirtschaft nicht der landschaft angepasst und kleiner/überschaubarer sein?

I am shocked like everyone about the fires in portugal. When ilse and i drove through pedrogao grande she said: i wouldn't want to live where the firefighters have such big houses. And indeed: almost every year there are outbreaks of fires in the region which is very beautiful but with many coniferous and needlewood bushes and eukalyptus forests also very vulnerable. The trees contain a high amount of essential oils when in contact with fire they literally explode. The people who tried to escape the fire had to drive through those forests, with trees quite close to the left and right and most of the victims died in their cars.
I don't understand the idea of agriculture anyway: why in a dry country like portugal plant trees so vulnerable to fire, or vinefields/eucalyptus plantations and now even corn needing so much water? In germany we have the poisoning of confined groundwater with liquid manure/gigantic buildings for livestock like cows and pigs with all the manure that has to go somewhere. Why can't agriculture be organized adapted to landscape and natural conditions and above all: smaller and thus managable?

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