Das Auge

tagebuch / diary

in meinem tagebuch schreibe ich in unregelmässigen abständen über ereignisse, gedanken, träume in meinem leben.
my diary reflects my thoughts, dreams and the events of my life.
fin'ora non riesco ancora di scrivere il diario internet in italiano, ma farò uno sforzo qualche volta!
c'est difficile pour moi ecrire mon journal internet en francais mais je veux essayer quelche fois!
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luisa in bayern - 28.10.2014 um 05:37:56

 mum took this picture when i was a child 


ich habe jetzt ein haustier. eine fliege. sie ist sehr zutraulich. sie hat keine berührungsängste. manchmal sitzt sie sogar in meinem gesicht oder auf meiner hand. wenn ich lese oder schlafe sitzt sie gern neben mir an der wand. was ich von ihr lerne?im einklang mit der natur zu sein und meinen killerreflex zu bändigen.

i have a pet now. a fly. she is very trusting. she has no problem with closeness. sometimes she even sits on my face or on my hand. when i read or sleep she likes to sit on the wall next to me. what i learn from her? to be in tune with nature and stop think of killing her.
luisa in bayern - 27.10.2014 um 13:39:57

  


o das war mein fehler: in der ebersberger zeitung vom merkur ist doch ein bild von den vier afrikanern mit einem sehr angenehmen artikel drin.

sorry my fault. the local paper did publish a picture of the carriage with the four african asylum seekers with a very positive article as well
luisa in bayern - 27.10.2014 um 10:43:27

 integrationvier afrikanische asylbewerber bei der grafinger leonhardifahrt 


 in diesem wagen sitzen sonst alte männer 


 wild horses 


 ilse fotografiert 


 die katze schaut zu 


Gestern war leonhardifahrt in grafing. st.leonhard ist der beschützer der ungerecht bestraften und eingesperrten, auch der eingesperrten tiere. Im sechsten jahrhundert lebte er als einsiedler im wald und half und heilte dort menschen die zu ihm kamen. Weil so wunderbares wetter war fuhr ich mit dem rad zur baumgartenmühle, wo alle pferde und wagen hergerichtet wurden. Der umzug geht dreimal um den ortskern herum. Sehr pittoresk und diesmal auch noch sehr berührend. Ich weiss nicht wessen initiative es war, aber bei der dritten umfahrt sassen vier asylbewerber im landauer der ehrengäste. Das fand ich ein grossartiges zeichen. Das foto, das ich gemacht habe war aber offenbar so ein tabubruch, dass es die zeitung nicht mit der beisszange anfassen wollte. Und so war auch kein einziges bild von diesem wagen irgendwo veröffentlicht. Also können mal wieder nur salamandra leserInnen und meine flickr kontakte das bild sehen.

Yesterday the traditional procession for st. leonhard took place. He was born in the sixth century and lived in a hermitage healed and helped people who came to his hut. He's the saint for all prisoners who are kept in prison without cause and also for animals exploited by humans.
The weather was gorgeous and i cycled to the mill where all the carriages and horses were adorned. It felt so good!
I don't know who decided it, but when the procession came round for the third time there were four asylum seekers sitting in the carriage for guests of honour. I thought this was an incredibly good idea. I took pictures of course but it seems to be such a taboo that no paper would touch them. So again only salamandra-readers and my flickr friends can see them.
luisa in bayern - 26.10.2014 um 07:27:05

 hinein ins kalte vergnügenvielleicht zum letzten mal 


 ein kurzes zögern von ilsedann sind wir beide im steinsee 


Ich habe mir natürlich eine dieser steinernen colaflaschen gekauft weil ich sie so end-genial finde: die ganze evolution von der urzeit zum junkfood in einem objekt. Das gibt dieses gefühl von endlichkeit, vergeblichkeit, lächerlichkeit.
Wir sprechen immer noch von flüchtlingen doch wir stehen in wirklichkeit gerade am anfang einer gigantischen wanderbewegung – krieg, naturkatastrophen, hunger usw. wer glaubt das wäre mit ein paar millionen, klugen reden und dieser pseudogroßzügigkeit der fetten länder getan, ist auf dem holzweg. Es hat immer völkerwanderungen gegeben in der geschichte der menschen. Die frühen menschen bewegten sich ständig, um kälte und kargheit auszuweichen. Jetzt ist das natürlich ein problem, alle sind sesshaft, alle verteidigen besitz und es gibt einfach unglaublich viele menschen. Ich habe da eine erkenntis von meinem unfall: die bewegung ist nicht das problem, sondern der augenblick des aufpralls, das ende der bewegung. Das ende der bewegung sind wir.
Gestern in der s-bahn lief so ein verrückter arabischer jugendlicher immer hin und her mit so einem irren grinsen und viel text vermutlich aus dem koran in dem allah vorkam. Die leute erstarrten. Ich sagte alhamdulilah. Ich habe glaub ich noch nie so einen erstaunten ausdruck auf einem gesicht gesehen. Und ich denke ich fange an arabisch zu lernen. Wer krieg und gewalt vermeiden will muss kommunizieren.

I bought one of these cokebottles made of ancient rock. Of course. In a brilliant way they symbolize the whole of evolution – from the beginning of the earth to junkfood time. It creates this feeling of finiteness, ridiculousness, futility and instability.
We always talk about refugees but in reality we are at the beginning of a giant wave of a migration period- what with wars, hunger, cataclysm, natural catatrophies. People who think all this can be wiped away with a few millions, clever speeches and pseudo generosity of the fat countries will live to see a big and ugly surprise.
In human history there has always been migration movement, but now people are settled, want to protect their property against floating population and vagrancy. I know from the experience of my accident: movement isn't the problem. The problem is the end of movement and the clash. And that's what we are – the end of movement.
There was this arab young man in the train yesterday who scared the passengers by running to and fro reciting presumably texts from the coran in a kind of crazy way, giggling and shouting. People froze. I said: alhamdoulilah. I don't recall a more astonished face ever. And i thought i might start to learn the arab language. If you don't want war and violence you have to communicate.
luisa in bayern - 25.10.2014 um 18:11:07

 dafür hier noch ein meteorit 


ja, die colaflaschen sind doppelt. ich bin einfach so begeistert...

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