Das Auge

tagebuch / diary

in meinem tagebuch schreibe ich in unregelmässigen abständen über ereignisse, gedanken, träume in meinem leben.
my diary reflects my thoughts, dreams and the events of my life.
fin'ora non riesco ancora di scrivere il diario internet in italiano, ma farò uno sforzo qualche volta!
c'est difficile pour moi ecrire mon journal internet en francais mais je veux essayer quelche fois!
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luisa in one world - 09.04.2018 um 10:30:09

  


  


  


  


  


kurzbesuch in bayern. ich hatte einiges zu erledigen und verband es mit jodeln, frühlingsspaziergang, leckerem essen und freundinnenbesuch.

went for a short visit to bavaria to get a few important things done, go for a spring walk, meet friends, have nice food at the usual places, taglaching, wildenholzen.
luisa in one world - 08.04.2018 um 11:54:11

 die kosmetikerin ist da 


Die deutschen sind mir schon irgendwie ein rätsel: einerseits verlangen sie von geflüchteten menschen, sich "zu integrieren", andererseits fallen sie in paranoia wenn "überall muslimische menschen auftauchen", naja, sie versuchen sich halt zu integrieren. es mag nicht jede/r wie herr seehofer leben, das wär ja, naja, ich sags lieber nicht!
ich zum beispiel bin nicht integrierbar, weder in bayern noch in portugal noch irgendwo sonst. das hängt mit meinem anspruch auf freiheit zusammen, auch auf freie bewegung wohin auch immer. ich will mich frei entscheiden wo ich dabei bin und wo nicht. und ganz bestimmt akzeptiere ich keinen bayrischen innenminister, der mir - krass ausgedrückt - das weisswurstessen verordnet, die würde ich dann - obwohl ich sie manchmal echt gern hab - auf jeden fall ausspucken. ich würde aber auch kein dirndl oder ein kopftuch, ganz zu schweigen von einer burka, tragen, ausser ich hab lust dazu und ich würde nicht bei einem marienumzug im alentejo mitgehen, wenn ich müsste. ich geh halt manchmal mit, weil ich das irgendwie so schön finde. für mich keine religion, keine kleidungsvorschrift und verhaltensverordnungen ausser den gesetzen, danke! frau oberin bitte ein dinkelbier.

some germans puzzle me: on one hand they expect of refugees to get integrated into german life, on the other hand they get paranoia about "seeing muslims everywhere", well, of course, muslim people try to lead an integrated life. not everyone wants to live like mr. seehofer, thank goodness!
take me for instance, i'm not integratable, not in bavaria, nor in portugal, nor anywhere else. that's because i claim my right to free decisions and movements to wherever it may be. i want to decide where i want to join in and where not. and i certainly won't tolerate a bavarian minister telling me to eat white sausages, because it's bavarian tradition. in that case i would spit them out although i quite like them occasionally. i won't wear a dirndl (traditional bavarian dress) nor a headscarf let alone a burka, unless i felt like trying it. i would not join in a procession for virgin mary in the alentejo if i had to, but i do join in sometimes because it's so beautiful somehow. no religion, no sumptuary law or regulations beyond german law for me, thank you!
luisa in one mystic world - 07.04.2018 um 07:05:15

 somewhere over the rainbow way up highthere s a land i have heard of once in a lullaby 


Lassen uns nicht die wilden sturmwolken schaudern?
Erinnern uns nicht die gewaltigen meereswellen
an unsere kraftlosigkeit?
Ahnen wir nicht hinter fahl erleuchteten fenstern nachts
die drohende gefahr?
Ist der schrecken der zivilisation nicht furchtbarer als die macht der natur?
Wohnt nicht das grauen in uns?
Gab es eine zeit in der wir nur das glück fühlten?
Glück das wir so eifrig locken und bewahren wollen

Die tränen die ich nicht weinte liefen allesamt
in grossen mengen aus meinen poren
ich war neu geboren
aus bewegung

Do the stormy clounds not make us shiver?
Do the mighty waves of the sea not remind us of our weakness?
Don't we have a premonition of horror when we see a livid light
seeping from the windows of a lonely house at night?
Are not the horrors of civilization worse than the power of nature?
Does horror not live inside us?
Was there a time when we only felt bliss?
Bliss we now elaborately hunt and try to conserve

the tears i did not cry
came streaming in great quantity through my pores
i was new born
from movement

luisa in one green world - 05.04.2018 um 17:17:46

  


Was ich von meinem garten lerne: manche pflanzen mögen sich, andere nicht, manche haben ihre wurzeln sogar verbunden, manche ducken sich im schutz anderer und – sie kommunizieren miteinander. Sie neigen sich zueinander, sie wachsen zueinander und manchmal zittern sie. Wenns nicht genug regnet (und ich bin z.b. nicht zum giessen da) helfen die sukkulenten z.b. den geranien oder den rosen, wie sie das machen weiss ich noch nicht genau, aber ich finde es raus. Ich giesse praktisch nie und dennoch wächst, ja wuchert alles. Ich sitze oft da, ganz still, und nehme sie alle wahr und sie kommunizieren wirklich. Als ich das hohe gras schneiden wollte hatte ich das gefühl, dass das zitronenbäumchen aufschrie: nicht. Ich brauch die!

What i learn from my garden: some plants like each other, others don't. Some even entwined their roots, some duck down in the protection of other plants and sometimes they shiver. When it doesn't rain for some time (i'm not always there and i don't water the plants normally) the succulents, like the money plant, help others, like geranium or roses. How they do it i don't know yet, i sit there and look at them, i'm really quiet and get the impression that the plants communicate with each other. When i was just about to cut the high grass i literally felt the lemon tree protest: don't! i need them!
luisa in one world - 01.04.2018 um 09:48:34

 die religionen arbeiten fleissig an der unterwerfung der frau 



Mehr als die leere beschäftigt mich die gefangennahme der frau und ihr vorauseilender gehorsam, die gehirnwäsche, die dazu führt, unterwerfung unter fremde, ja feindliche konzepte als lebbar, ja sogar als notwendig oder richtig zu empfinden.
Frauen spiegeln sich gegenseitig in ihrer gefangennahme und hassen sich dafür. Deshalb entsteht so selten solidarität zwischen frauen. Der eigene verdrängte schmerz wird zu kritik an der anderen, deren schmerz/verbiegung so überdeutlich sichtbar wird. frauen werden in ständiger konkurrenz zueinander durchs patriarchat getrieben.
Das groteske erscheinungsbild der gefangenen frau bis hin zur körperlichen verstümmelung stösst uns ab, wir wollen nichts damit zu tun haben und verdrängen die gründe für die verstörende unterdrückung und beschneidung der weiblichen urkraft und dafür braucht es nicht erst die genitalverstümmelung oder die verkrüppelten füsse japanischer frauen früher. Trippeln können wir genauso gut.Schon in jungen jahren stylen sich frauen mehr und mehr zum ebenbild von plastik-sexpuppen: kulleraugen, schlauchbootlippen, luftballonbrüste, glatt gezerrte haut und aufgespritzte vulvalippen, körperhaare werden entfernt. Die krallen werden verhübscht - und nicht mehr eingesetzt.

Die genitale unterwerfung unter die sexuellen bedürfnisse des mannes, die gewalt, die sexuelle gewalt – in den medien genüsslich breitgetreten - manipulieren uns dahin zu glauben, dass es kein entkommen gibt. Virginia woolf, zelda fitzgerald, sylvia plath, ingeborg bachmann, frida kahlo sind die protagonistinnen gescheiterter ausbrüche. Den kampf haben wir nicht auf der strasse verloren, wussten wir schon in den siebziger jahren zu beginn der neuen frauenbewegung, sondern im bett. Interessanterweise wird in der deutschen sprache das bett auch „falle“ genannt.
Durch die geistige und körperliche manipulation der frau wird der weiche, sensible, zweifelnde mann zum „weichei“. Die meisten frauen trauen ihm nicht, er ist keine hilfe in der welt der testosteronbeutel. So wird auch er zum gefangenen der patriarchalen ideologie.

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