Das Auge

tagebuch / diary

in meinem tagebuch schreibe ich in unregelmässigen abständen über ereignisse, gedanken, träume in meinem leben.
my diary reflects my thoughts, dreams and the events of my life.
fin'ora non riesco ancora di scrivere il diario internet in italiano, ma farò uno sforzo qualche volta!
c'est difficile pour moi ecrire mon journal internet en francais mais je veux essayer quelche fois!
zurückSeite 9 von 1008
weiter
luisa in one complex world - 21.06.2018 um 22:52:20

  


wahrheit hat viele wurzeln
und vieles erscheint aus denen
die facetten der wahrheit respektieren
ohne die eigene wahrheit zu verlieren
das herz nicht vergiften durch hass
und niemals die angst gewinnen lassen
sei mutig und mitfühlend
und lass dich nicht am nasenring führen
wie ein tanzbär

truth has many roots
and grows many different appearences
respect the rich facets of truth
without losing your own truth
don't poison your heart with hatred
and never let fear conquer you
be courageous and compassionate
don't allow anyone to give you the runaround
like a dancing bear

luisa in one world - 18.06.2018 um 20:12:26

 das schöne damenklo in uelzen von hundertwasser gestaltet 


Die Ballade vom traurigen Bahnhof

„Es tut mir leid, wir können Ihre Verbindung online nicht verkaufen, wenden Sie sich an ein DB Reisecenter“. Der Ort wo ich hinwill ist nicht besonders weit weg, ein kleiner Ort in der Nähe von Linz in Österreich. Die Uhrzeit, die für mich passen würde, passt aber der Bahn nicht. Europa? Vergiss es. Um in einem DB Reisecenter beraten zu werden und eine Fahrkarte zu kaufen müsste ich jetzt ungefähr zehn bis fünfzehn Euro investieren und erst mal nach Rosenheim oder München fahren, um dort dann die Fahrkarte zu kaufen. Wie bekommen die Leute, die keinen Computer haben – ja klar, die gibt’s – eigentlich ihre Fahrkarten, wenn sie ins Ausland wollen? Wenn sie kein Kleingeld haben? Wenn der Automat streikt, was nicht gerade selten vorkommt. Wenn, wie es mir passiert ist, das Datum umspringt und eine falsche Fahrkarte ausgeworfen wird, die man jetzt ja nicht gleich umtauschen kann, weils ja kein DB Reisecenter gibt?

Da denke ich gleich an den Witz: kommt ein Mann an einen Bahnschalter. „Ich hätte gern eine Fahrkarte nach Peking“. „Peking? Haben wir nicht.“ sagt der Bahnbeamte. Irgendwie schafft es der Reisende nach Peking, geht dort an einen Bahnschalter und sagt: „Bitte eine Fahrkarte nach Pfaffenhofen. Ober- oder Unterpfaffenhofen?“

Natürlich gibt's die Fahrkarten-Automaten. „Er nimmt nur Münzen“ schimpft der Mann am Automaten neben mir, sein Geldschein, oben reingeschoben, kommt summend unten wieder raus. Und Windischgarsten gibt’s hier nicht, es gibt ja nicht mal Linz.

Ein idealer Ort für ein DB Reisecenter wäre doch Grafing Bahnhof. Das gabs auch schon mal. Hier kommen Reisende aus allen Richtungen mit Bus und Bahn und Auto an und fahren wieder ab, Wasserburg, Ebersberg, Rosenheim, Kufstein, Salzburg, Italien, München und natürlich alle kleinen Orte in der Gegend – Grafing Bahnhof ist ein echter Treffpunkt für Reisende.
Doch was sie in Grafing Bahnhof erwartet ist Ödnis. Eine Wartehalle die zugesperrt ist, kein Laden, kein Schalter, zwei Bänke auf Gleis eins, die überdacht sind, zwei im Freien, zwei auf jedem Bahnsteig, davon eine im Freien, was beim bayrischen Wetter besonders günstig ist.
Wer körperliche Einschränkungen hat, kann leider nicht mit dem Zug in Richtung Rosenheim, Kufstein, Salzburg, Wien, Italien fahren, denn es gibt keinen Lift auf diesem Bahnsteig. Und wer mit körperlichen Einschränkungen, etwa mit dem Zug aus München, ankommt kann eine unangenehme Überraschung erleben, denn wenn nicht ein paar kräftige Mitreisende bereit sind, einen Rollstuhl die Treppe hinunterzutragen, gibt’s eine Gratisübernachtung am Gleis vier/fünf – ohne Wartehäuschen versteht sich.
Was dagegen richtig gut funktioniert ist die Strafzettelverteilung am Parkplatz, falls mal jemand keinen Parkschein hat.

Grafing Bahnhof ist kein Ort, an dem man ankommen, geschweige denn verweilen möchte. Denke ich da allerdings an Uelzen – was für eine Pracht, ein Bahnhof gestaltet von Hundertwasser, ein lebendiger Treffpunkt (hundertwasserbahnhof.de). Nicht nur Reisende halten sich da auf, Menschen kommen von überall her, um Kaffee zu trinken, etwas zu essen, ein gelegentlich stattfindendes kulturelles Ereignis oder ein Konzert zu besuchen, oder einfach nur die wunderbare Architektur zu bewundern.
Oder Bamako in Mali, Westafrika. Das Buffet de la Gare dort hatte jahrzehntelang mit der Rail Band du Buffet de la Gare die beste Musik, die man sich vorstellen kann. Ali Farka Touré, Salif Keita, Oumou Sangaré und viele andere spielten und sangen dort, bevor sie weltberühmt wurden.
Selbst der Bahnhof von Detmold – einwandfrei! Der Laden am Bahnhof hat schon um sechs Uhr morgens auf und verkauft guten Kaffee und frische Semmeln. Die Akkustik am Bahnsteig ist sensationell.
Wird Grafing Bahnhof am Ende so desolat wie einige Bahnhöfe zwischen Magdeburg und Berlin? Vernagelte Fenster, blöckelnder Verputz, verfallenes Mauerwerk...
Grafing Bahnhof ist noch nicht ganz so depressiv wie der Bahnhof von Uffenheim oder der von Triesdorf, aber viel fehlt nicht mehr.
Wer rettet diesen Bahnhof? Wer macht ein Kultur-Zentrum draus, zu dem die Menschen hinpilgern, in dem sich MusikerInnen treffen und das Café leckere Kleinigkeiten anbietet? Das Potential ist da. Ich wäre allerdings schon zufrieden, wenn mir jemand eine Fahrkarte verkaufen würde, die ich online oder am Automaten nicht bekommen kann...
luisa in transition - 17.06.2018 um 03:51:15

 bücherflohmarkt an der isar in münchen 


termine sind bei mir scheints dazu da, verschoben oder abgesagt zu werden. tut mir leid. das leben wirft den terminkalender einfach über den haufen.
ich musste den geplanten workshop in goldegg auf 25. bis 27. januar 2019 verschieben
und
bei margarete petersen in lichtenberg in ich erst im juni 2019
luisa in one world - 16.06.2018 um 07:40:11

  ausflug zum hocheckmit dem ofenrohr ins gebirg schauen 


 alles diesig 


Im vorbeifahren
fünfuhrvierzig
eine alte freundin am zug treffen
und feststellen
dass wir uns immer noch
was zu sagen haben
sie fährt weiter
ich geh wieder ins bett

Passing by
5.40 a.m.
I meet an old friend at the train
we are aware
that we still like to talk to each other
she continues her trip
i go back to bed
luisa in one cruel world - 14.06.2018 um 07:43:29

 zusammenhalten 


In viersen wird ein 15jähriges mädchen von einem 17jährigen getötet, das interessiert aber weder herrn seehofer noch die afd, es gibt keine schweigeminute und die presse schlachtets auch nicht weiter aus, vielleicht weil die getötete rumänin war? An reaktionen auf und an der berichterstattung über diesen mord und den an susanne aus wiesbaden kann man gut nachvollziehen wie politik gemacht wird, wie emotionen erzeugt werden, wie hetze funktioniert. Das grosse problem der gewaltbereiten und gewalttätigen männer wird weitgehend ignoriert. Männergewalt ist das problem, nicht fluchtbewegungen.

Hier eine statistik des bka von 2016:
149 frauen wurden von ihren partnern ermordet
70.000 frauen wurden leicht verletzt
16.700 frauen wurden von ihren partnern bedroht
7.600 frauen wurden von ihren partnern gestalkt
in 357 fällen ging es um mord oder totschlag – bei 208 fällen überlebte die frau
bei 149 fällen nicht
tendenz: steigend

____ nach oben ____

zurückSeite 9 von 1008
weiter

HOME | KONTAKT | MONDO CANE | TAGEBUCH | LUFRANCIA | IMPRESSUM/DATENSCHUTZ